KryptowährungenIst Bitcoin wirklich „digitales Gold“? Die Corona-Krise weckt daran Zweifel

Der Bitcoin wird seinem Ruf als digitales Gold nicht gerecht André François McKenzie/Unsplash

Am Montag stand der Wert eines Bitcoin etwa 2.000 Euro niedriger als noch vor einem Monat. So war das nicht geplant – jetzt sollte sich doch alles positiv entwickeln, schließlich steht im Mai das sogenannte Halving an. Zuletzt hatte sich der Kurs auch nach oben entwickelt, das Interesse am Thema war gestiegen und Experten wie Thomas Lee von Fundstrat sprachen wieder davon, dass Bitcoin ein „großartiges Jahr“ bevorstehe. Doch mit der wachsenden Angst rund um das neuartige Coronavirus stürzt seit zwei Wochen auch der Bitcoinkurs ab.

Das widerspricht der Erzählung der Bitcoin-Pioniere, die die Kryptowährung als Krisenwährung sahen, als Gegenpol zu den Währungen der Notenbanken, als „digitales Gold“. In der Krise können Aktien und Währungen abstürzen, Gold aber bleibt stabil. Geld kann nachgedruckt werden, die Ressource Gold ist definitiv begrenzt. Auch Bitcoin ist so angelegt. Insgesamt wird es nur 21 Millionen Einheiten der Währung geben, mehr sind im Protokoll nicht vorgesehen. Das soll die Kryptowährung vor Inflation schützen.

2008 wurde Bitcoin in Reaktion auf die Finanzkrise erfunden – das aktuelle Marktchaos ist also der erste große Test. Doch Bitcoin liefert nicht. Warum ist das so?

Welche Gründe es für den Kursabsturz gibt und warum einige Experten noch immer daran glauben, dass der Bitcoin zum digitalen Gold werden kann, das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.