GastbeitragInnovationen: jetzt oder nie!

Jetzt gilt es, sich auf die Zeit nach dem Lockdown vorzubereitenimago images / Westend61

Wie können Sie Ihr Unternehmen in diesen unübersichtlichen Zeiten wieder profitabel und zukünftig weltweit wettbewerbsfähig machen? Mit dieser Frage stehen Sie gerade nicht alleine da.

Insgesamt kristallisieren sich für mich in den letzten Wochen zwei grundverschiedene Lager heraus, wie die Manager mit der Situation umgehen.

Vollbremsung

In den Medien ist häufig von Unternehmen zu lesen, die sich voll und ganz auf das Überleben fokussieren: Sie schonen maximal ihre Ressourcen, fahren die Kosten so weit irgendwie möglich herunter, schicken ihre Vertriebsmitarbeiter nach Hause und schließen ihre Entwicklungsabteilungen. Projekte werden geparkt oder gleich komplett gestrichen. Alle zusammen hoffen, dass die schwierigen Zeiten bald vorbei sind und es dann (fast) so weiter geht wie vorher.

Nein, mit Schockstarre lässt sich das nicht mehr erklären. Vielmehr stecken dahinter eine mangelnde Zuversicht und ein fehlender Glaube an den eigenen Erfolg. Selbst wenn ein Unternehmen seine Produktion medienwirksam auf die Herstellung von Masken umstellt, ist das in den meisten Fällen auch kein starkes Zeichen. Solche kurzfristigen Maßnahmen sind sogar gefährlich, weil sie mehr auf Beschäftigung als auf Fortschritt und Zukunftsgestaltung hindeuten.

Letzte Woche

Sicher – wir erleben gerade in Wirtschaft und Gesellschaft eine mitreißende Veränderungsbewegung in einem nie dagewesenen Tempo.

Kürzlich sagte mir ein Gesprächspartner: „Ja, das ist die alte Denkweise.“ Als ich zurückfragte, was er damit meint, antwortete er: „Na, die von letzter Woche.“ Und natürlich müssen sich alle, die für ein Unternehmen verantwortlich sind, damit befassen, wie sie im Strudel dieser Veränderungen ihre Liquidität aufrechterhalten können.

 


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Doch einige Vorreiter beweisen, dass es auch anders geht: Sie schonen ihre Ressourcen und haben ein klares Bild von ihrer Zukunft. Daran arbeiten sie intensiv und unter Hochdruck, wie ich meinen Telefonaten mit verschiedensten CEOs entnehme.

Stoische Gelassenheit

Diesen mutigen Geist beobachte ich bei ganz unterschiedlichen Unternehmen. Darunter sind kleine Firmen genauso wie Dax-Unternehmen, es sind fremd- und familiengeführte Betriebe aus verschiedensten Branchen. Sie haben eines gemeinsam:

Sie behalten die Nerven und einen klaren Kopf. Sie wissen immer noch haargenau, was sie erreichen wollen und lassen sich nicht vom Agieren abhalten. Und zu diesem Agieren gehört ganz zentral, dass sie belastbare Innovationen entwickeln. Eine nach der anderen. In stoischer Gelassenheit. Gerade jetzt.

Diese Firmen stellen sich viele gute Fragen. Nur mit einer Frage halten sie sich definitiv nicht auf: „Warum sollen wir jetzt etwas verändern, mit dem wir Jahrzehnte erfolgreich waren?“