PodcastWarum frühe Investments höhere Renditen bedeuten

Project-A-Gründer Florian Heinemann.Saskia Uppenkamp


Künstliche Intelligenz, Blockchain und Social Bots – die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.


Knapp 40 Start-ups wurden in der ersten Jahreshälfte 2019 durchschnittlich pro Woche gegründet, die meisten davon in Berlin. Insgesamt gab es in Deutschland in diesem Jahr sogar 70.000 Start-ups. Kein Wunder also, dass zwölf davon bereits über eine Million Dollar wert seien, findet Florian Heinemann, der als Unternehmer mit „Rocket Internet“ und „Project A Venture“ erfolgreich ist.

Als Frühphaseninvestor ist er jemand, der vielen Start-ups von Anfang an zur Seite steht. „Weil ich irgendwann mal gemerkt habe, dass ich ein besserer Begleiter von Unternehmern als selbst Unternehmer bin“, erzählt er im ntv-Podcast „So techt Deutschland“. Es sei eben eine Typenfrage, ob man lieber Unternehmen auf ihrem Weg begleite oder selbst steuere.

Seine ersten Investments Mitte der 2000er seien gut gelaufen, verrät er. Das habe ihn zuversichtlich gestimmt. Zuerst nehme man das eigene Geld zum Investieren, später das Dritter. „Dann bleibt man auch ein Stück weit hängen.“ Denn man trage die Verantwortung für andere mit. Was es in jedem Fall zu bedenken gebe, ist, dass es sich um ein langfristiges Geschäft handle: „Venture Capital Fonds laufen immer so zehn, zwölf Jahre“, erklärt Heinemann.

Hohe Rendite bei „Trade Republic“

Am Anfang sei der Erfolg der Start-ups noch nicht absehbar – einer der Gründe, weshalb Heinemann den zeitigen Einstieg in die Unternehmen bevorzugt. So könne er mit seinem Team großen Einfluss auf die Entwicklungsphase nehmen, die Richtung weisen und höhere Renditen erzielen. Heinemanns liebstes Beispiel dafür, was das bedeuten kann, sei die Investition in das Fintech „Trade Republic“. Vor knapp zwei Jahren habe die Bewertung bei etwa 20 Millionen gelegen, vor Kurzem konnte das Start-up eine Bewertung von mehr als fünf Milliarden Euro vorweisen. Die Rendite sei „in der Tat ganz ordentlich“, bestätigt Heinemann.

Welche Rolle Faktoren wie Klimaschutz und Diversität beim Investieren spielen und warum Florian Heinemann in Unternehmen wie Lilium oder Isar Aerospace nicht investieren kann, erzählt er in der neuen Folge von „So techt Deutschland“.


Alle Folgen von „So techt Deutschland“ finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer, Soundcloud und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Nehmen Sie die Feed-URL und fügen Sie „So techt Deutschland“ einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.