Western von Gestern Die große Angst vor den Petrodollars

Herbert Quandt (l.) verkauft an den Emir, Ponto (M.) makelt
Herbert Quandt (l.) verkauft an den Emir, Ponto (M.) makelt
© Jindrich Novotny
Als sich Kuwait in den 1970er-Jahren heimlich bei Mercedes einkauft, scheint der Ausverkauf der Deutschland AG bevorzustehen. Politiker aller Parteien schäumen, doch die Scheichs erwiesen sich als zurückhaltende Aktionäre

Wochenlang herrschte Alarmstimmung in Bonn, Frankfurt und Stuttgart. Man hätte den Verkauf als normalen Aktiendeal sehen können, als Beleg des Erfolgs der Bundesrepublik, aber so waren die Umstände nicht. Es ging um ein Heiligtum: Mercedes. Dass der Milliardär Herbert Quandt sich seines 14-Prozent-Anteils entledigen wollte, war im Prinzip bekannt. Aber erst wusste man nicht, an wen er verkauft hatte, und als dann – gegen den ursprünglichen Willen der Beteiligten – Ende 1974 herauskam, um wen es sich handelte, brach ein Sturm der Entrüstung los: Es war das Emirat Kuwait.

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