Podcast„Freiwillige Selbstquarantäne könnte passieren“

Mit der Ausbreitung des Coronavirus wächst auch die Sorge vor einer Ansteckung
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzen viele Länder auf umfangreiche Grenzkontrollen und Einschränkungen im öffentlichen Leben Bild von Gerd Altmann auf Pixabay


Im n-tv Business Podcast „Wie tickt Amerika?“ erklärt Sandra Navidi, was auf der anderen Seite des Atlantiks passiert. Dabei spricht sie mit amerikanischen Vertretern aus Finanzen, Wirtschaft und Politik. „Wie tickt Amerika“ erscheint immer am ersten Freitag im Monat auf ntv.de und bei Audio Now.


53 registrierte Coronavirus-Fälle zählt das Robert-Koch-Institut bislang. Die Angst vor einer Ansteckung hat sich aber längst auf die ganze Bundesrepublik ausgeweitet. Die Folgen: Notaufnahmen und Wartezimmer sind voll mit besorgten Patienten. Und erste Apotheken melden, dass Mundschutz und Desinfektionsmittel ausverkauft sind.

Auch in den USA blickt man besorgt auf die Ausbreitung des Virus Covid-19. „Idealerweise dämmt man so einen Ausbruch ein, aber ich denke, dass wir über dieses Stadium leider schon hinaus sind“, sagt Nita Madhav, Geschäftsführerin der amerikanischen Biotech-Firma Metabiota, mit Blick auf die Lage in China. Die Volksrepublik verdeutliche, wie schwer es sei, eine Epidemie unter Kontrolle zu bekommen.

USA und Deutschland besser für Umgang mit Epidemien gerüstet

Doch auch in anderen Ländern, darunter Iran, Italien und Südkorea, nehmen die Virusinfektionen zu. „Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, um zu sehen, ob die Ausbreitung wirksam gestoppt werden kann“, so Madhav. Deutschland und die USA seien im Allgemeinen aber besser für den Umgang mit solchen Epidemien gerüstet als andere Länder.

Eine weitgehende Zwangsabriegelung insbesondere einer amerikanischen Großstadt als Maßnahme gegen die Ausbreitung, hält Madhav dabei für unwahrscheinlich. „Aber der Aufruf zu einer freiwilligen Selbstquarantäne könnte passieren. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, dass Schulen geschlossen werden und Leute von zu Hause arbeiten“, sagt sie.

Metabiota hat das Virus schon seit Ausbruch der ersten Lungenentzündungen Anfang Januar beobachtet. Mittels Datenanalysen identifizierte die Firma aus dem Silicon Valley schon Wochen vor dem Bekanntwerden der Corona-Epidemie das Risiko für das neue Coronavirus.

Was die Ausbreitung von Covid-19 für die Wirtschaft bedeutet und welche Rolle das Reisen dabei spielt, erzählt Nita Madhav in der aktuellen Folge des n-tv Podcast „Wie tickt Amerika?“.