KonjunkturmaßnahmeDiese Firmen geben die Mehrwertsteuersenkung nicht direkt weiter

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Mehrwertsteuersenkung wird bezweifelt. Für Einzelhändler bedeutet die Senkung vor allem erst einmal großen organisatorischen Aufwand.

Die meisten Unternehmen aber geben die gesenkte Abgabe bis Jahresende komplett an die Kunden weiter – sei es aus Ehrensache oder weil man sich nicht als Corona-Gewinnler beschimpfen lassen will. Einige Unternehmen aber erhöhen ihre Preise vorübergehend klammheimlich und werden so alleinige Nutznießer des Steuergeschenks der Bundesregierung.

Mehrwertsteuersenkung einbehalten

Das ist weder per se unredlich noch verboten. Händler sind nicht verpflichtet, die Mehrwertsteuersenkung weiterzugeben. Insbesondere Geschäften in der Nachbarschaft gönnen Kunden gern den kleinen Zugewinn in der Wirtschaftskrise.

Aber auch Luxuskonzerne und Online-Shops, die in der Krise ohnehin einen Boom erlebt haben, sacken die Steuersenkung ein, teils mit fadenscheinigen Ausflüchten. Oder es wird den Kunden erschwert, den Bonus einzulösen.

Verbrauchern bleibt es selbst überlassen, ob sie solches Verhalten akzeptieren oder ihr Geld in den nächsten Monaten lieber woanders ausgeben. Verräterisch glatte Preise können ein Hinweis darauf sein, dass hier nicht um drei beziehungsweise zwei Prozent gesenkt wurde. Ein großes Unternehmen hat seine Strategie unter dem Protest der Kundinnen bereits aufgegeben.

Diese Unternehmen geben die Mehrwertsteuersenkung nicht – komplett oder automatisch – an die Kunden weiter: