FintechDas Warten auf die Super-Deals

Die großen deutschen Banken sitzen in Frankfurt.Igor Flek/Unsplash

Vor einigen Monaten analysierte Oliver Holle mit seinem Team das Fintech-Portfolio seines VCs. Mit dem Wagniskapitalgeber Speedinvest ist er an aussichtsreichen Finanz-Start-ups wie dem Factoring-Anbieter Billie oder der Business-Bank Tide beteiligt. Das überraschende Ergebnis: Bei drei Viertel der Fintechs sind strategische Investoren wie Banken und Versicherungen beteiligt – zu den aktiven Banken im Markt gehören etwa die niederländische ING, die spanische BBVA oder die Commerzbank.

Das Kalkül der Strategen ist klar: Bei großem Erfolg könnten sie sich eines Tages die jungen Unternehmen ganz einverleiben. Doch genau bei solchen großen Zukäufen sind Europas Banken bislang zurückhaltend. „Das wundert uns selbst ein bisschen“, sagt Holle. Während es in den USA in den vergangenen Monate riesige Deals gab – Visa kaufte etwa den API-Anbieter Plaid für 5,3 Mrd. US-Dollar – nimmt Holle die europäischen Finanzplayer als zurückhaltend wahr.

Was sind die Gründe – und wer springt als Käufer möglicherweise ein? Das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.