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Gipfel in Südafrika Die Brics-Staaten wollen eine neue Weltordnung, doch einig sind sie sich nicht

Brics-Gipfel: Cyril Ramaphosa begrüßt Chinas Präsident  Xi Jinping bei seiner Ankunft am FLughafen
Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, begrüßt Chinas Präsident  Xi Jinping bei seiner Ankunft zum 15. Brics-Gipfel in Südafrika
© Huang Jingwen/XinHua/dpa
In Johannesburg verhandelt das Schwellenländerbündnis Brics die zukünftige Weltordnung. Doch seine Mitglieder ziehen nur begrenzt am selben Strang: China und Russland wollen ein antiwestliches Bündnis anführen; Indien, Brasilien und Südafrika bevorzugen pragmatische Blockfreiheit.

Treffen sich ein Brasilianer, ein Inder, ein Chinese, ein Südafrikaner – und kein Russe.  

Es klingt wie ein Witz, umreißt aber recht akkurat die Ausgangslage des heute beginnenden Brics-Gipfels im südafrikanischen Johannesburg. Von den fünf namensgebenden Mitgliedsstaaten des Bündnisses, das rund 40 Prozent der Weltbevölkerung und 25 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung auf sich vereint, sind diesmal nur vier mit einem Staatschef vertreten. Wladimir Putin reist nicht an, weil ihm andernfalls die Verhaftung drohte. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat ihn wegen Kriegsverbrechen in der Ukraine zur Fahndung ausgeschrieben, und Südafrika wäre als Unterzeichner des IStGH-Vertrags verpflichtet, den Haftbefehl zu vollstrecken. 

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