StudieCapital und Statista suchen Deutschlands klimabewusste Unternehmen

Solardach eines Logistikunternehmens
Solardach eines LogistikunternehmensGetty Images

Eines ist unbestritten: Es gibt nur einen Weg, die Erwärmung unseres Planeten zu stoppen – wir müssen unseren Ausstoß von Treibhausgasen rapide senken. Dazu sind alle aufgerufen, auch die Verbraucher. Doch besonders relevant sind hier die Anstrengungen von Unternehmen, die für den Löwenanteil des Treibhausgases verantwortlich sind, entweder direkt durch ihre geschäftlichen Tätigkeiten oder indirekt, etwa durch die von ihren Lieferanten oder Produkten verursachten Emissionen.

Daher hat sich Capital entschlossen, die Emissionsdaten deutscher Unternehmen zu ermitteln und zu vergleichen. Dabei wollen wir sowohl aktiv recherchieren als auch Firmenvertretern die Möglichkeit geben mitzumachen – indem Sie sich einige Minuten Zeit nehmen und diesen Registrierungsfragebogen ausfüllen.

Unser Anspruch ist es zu zeigen, welche Unternehmen in den letzten Jahren ihre Treibhausgase besonders stark reduziert haben. Als Basisrahmen dafür haben wir die Jahre 2014-2019 gewählt. In einem ersten Schritt wollen wir feststellen, welche Firmen in diesem Fünfjahres-Zeitraum relevante Emissionsdaten ermittelt haben.

Relevant für unsere Recherche sind insbesondere die direkt mit der Herstellung von Produkten und Diensten entstandenen Emissionen (so genannter „Scope 1“-Wert) sowie die in Zusammenhang mit den mit dem Stromverbrauch entstandenen Treibhausgasen („Scope 2“-Wert). Darüber hinaus wollen wir Lesern auch darlegen, welche Unternehmen sich die Mühe machen, auch die indirekten Emissionen zu kalkulieren („Scope 3“-Werte), etwa die Ausstöße an Kohlendioxid und äquivalenten Treibhausgasen für die Anlieferung von Rohstoffen oder durch die Nutzung ihrer Produkte.

Da es für Firmen in Wachstumsphasen in der Regel schwieriger ist, ihre Emissionen zu reduzieren, während in Krisen- oder Stagnationszeiten oft automatisch der Ausstoß zurückgeht, wird das Team der Statista-Analysten die Emissionsveränderungen auch ins Verhältnis zur Umsatzentwicklung setzen.

„Das Herstellen von Daten-Transparenz ist Statistas Kerngeschäft und somit auch Kernanliegen“, sagt Hubertus Bitting, Mitglied der Geschäftsleitung bei Statista und Leiter der Abteilung Research & Analysis, „Deshalb freuen wir uns sehr auf dieses ambitionierte Recherche-Projekt.“ Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar sieht das ähnlich: „Wir wollen Lesern einen Überblick verschaffen, welche Unternehmen beim Thema Treibhausgas-Reduktion noch kaum etwas gemacht haben und welche hier schon sehr aktiv sind und, in Teilen, sogar den Titel ‚klimabewusstes Unternehmen‘ verdienen.“

Die Teilnahme unentgeltlich – und bis Ende Oktober möglich. Mehr dazu unter: https://de.statista.com/page/klima-deutschland