Türkei Hohe Inflation, hohes Wachstum: Warum der türkische Zins-Sonderweg gefährlich ist

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verfolgt eine unkonventionelle Geldpolitik. Er meint, dass niedrige Zinsen zu einer geringeren Inflationsrate führen 
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verfolgt eine unkonventionelle Geldpolitik. Er meint, dass niedrige Zinsen zu einer geringeren Inflationsrate führen 
© IMAGO/UPI Photo
Elf Prozent Wirtschaftswachstum, aber 80 Prozent Inflation: Die Türkei erlebt ökonomisch turbulente Zeiten. Grund dafür ist auch die unkonventionelle Geldpolitik von Präsident Erdoğan

Wer einmal Urlaub in der Türkei gemacht hat, weiß, dass die Preise dort flexibel sind. An einem Tag gehen sie hoch, am nächsten runter – meistens sind sie aber Verhandlungssache. In den vergangenen Jahren hat sich das jedoch grundlegend geändert. Mittlerweile gehen die Preise nur noch hoch – nur unterschiedlich stark. Allein im Juni betrug die offizielle Inflationsrate fast 80 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr.

Das sorgt sogar bei den inflationserprobten Türken für große Wut, die sich auch an Präsident Recep Tayyip Erdoğan entlädt. Ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen liegt er in Umfragen deutlich zurück, und nichts deutet aktuell auf eine Trendwende hin.


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