Interview „Wir stellen den kuschligen Mittelweg infrage!“

Interview: „Wir stellen den kuschligen Mittelweg infrage!“
Die vergangenen Monate haben die Unterhaltungsindustrie stark verändert. Nico Hofmann, CEO der größten deutschen Filmproduktionsfirma UFA, darüber, wie sich die Pandemie auf den Markt ausgewirkt hat und welchen Impact Streaming-Dienste haben

Nico Hofmann ist der Chef der Filmproduktionsfirma UFA. Die Branche musste sich in der Corona-Krise neu aufstellen, weil Produktionen unter den Kontaktbeschränkungen litten. Hofmann stammt aus Heidelberg und studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Seitdem arbeitet er als Autor, Regisseur und Produzent.

Capital: Herr Hofmann, wenn Sie auf das vergangene Jahr blicken – was waren die größten Veränderungen in Ihrem Geschäft?

NICO HOFMANN: Ich glaube, es gilt nicht nur für uns, sondern für die ganze Gesellschaft: Corona hat alles verändert. Die Pandemie hat unser Geschäft allerdings auch weit nach vorne gebracht. Wir haben enorme Zuwächse der Zuschauerzahlen im Fernsehen beobachtet. Aber vor allem im Streaming kann man schon fast von einem Quantensprung sprechen. Vieles hat sich verlagert – komplette Kinoproduktionen sind ins Netz verschoben worden. Und wir haben blitzartige Erfolgsgeschichten gesehen. Wie schnell allein der Streamingdienst Disney+ an den Start gegangen ist…

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