AutogrammNeuwagen im Check: der Jaguar i-Pace

Jaguar I-Pace
Jaguar I-PaceJaguar

Das Auto

400 PS, in 4,8 Sekunden von null auf hundert, 696 Newtonmeter Drehmoment. Unter der SUV-Karosse des Jaguar i-Pace verbirgt sich ein Sportwagen. Dabei ist er ein Elektroauto. 432 Lithium-Ionen-Zellen speichern 90 Kilowattstunden Strom – genug für 480 Kilometer Reichweite. Der Grundpreis beträgt 78.000 Euro.

Der Look

Das Auto hat die Form eines SUV-Coupés. Da die E-Motoren wenig Platz wegnehmen, ist der Innenraum größer, als die Außenlänge von 4,68 Metern verspricht. Die kurze Haube ist Jaguar-untypisch. Aber es müssen ja keine acht Zylinder untergebracht werden.

Das Fahrgefühl

Dank des niedrigen Schwerpunkts – die 600 Kilogramm schwere Batterie liegt im Fahrzeugboden – und des Allradantriebs (je 200 PS vorn und hinten) geht es agil durch die Kurven. Im Regenerativmodus wird so viel Energie zurückgewonnen, dass kaum noch gebremst werden muss. Im Gelände kommt der i-Pace auch gut zurecht, watet selbst durch 50 Zentimeter tiefes Wasser.

Das digitale Extra

Der i-Pace ist auf Wunsch mit einem heimischen Alexa-Sprachassistenten verbunden. Auf die Frage: „Jaguar, wie viel Reichweite hast du?“, antwortet er den aktuellen Wert. Der Wagen lässt sich so auch vom Wohnzimmer aus für die nächste Fahrt vorwärmen oder -kühlen.

Was der Hersteller sagt

100 Kilometer Reichweite lassen sich an einer 100-Kilowatt-Ladesäule in rund 15 Minuten „nachtanken“. Das dazu notwendige Schnellladenetz wird gerade von VW, Daimler und BMW gebaut. So selbstlos können Konkurrenten sein.

Was der Hersteller verschweigt

Der i-Pace ist der erste echte Tesla-Konkurrent einer etablierten Luxusmarke, kann aber die Grenzen der Physik auch nicht überwinden. Vielfahrer mit Tagesetappen von 500 Kilometern werden die Überstunde an der Ladesäule wohl ungern in Kauf nehmen.