AutogrammNeuwagen im Check: der Golf GTE

Volkswagen Golf GTE
Volkswagen Golf GTEVolkswagen

Das Auto

Der GTE ist ein Plug-in-Hybrid, kombiniert also einen elektrischen Antrieb mit einem Benzinmotor, hier einem 1,4 Liter mit 150 PS. Zusammen mit den 104 PS des E-Motors geht es mindestens so flott voran wie im GTI. Der Grundpreis (36.900 Euro) liegt aber 5500 Euro über dem GTI. Selbst der elektrische E-Golf ist günstiger.

Der Look

Blaue Linien in LED-Scheinwerfern und Kühlergrill, tiefergelegt, karierte Sportsitze – eine Reminiszenz an den klassischen GTI. Hier sollen Sport und Sparsamkeit vereint werden.

Das Fahrgefühl

Knackig sind Lenkung und Fahrwerk, das Getriebe schaltet tadellos, der Übergang vom elektrischen Bremsen, bei dem Energie in die Batterie zurückfließt, und dem mechanischen, bei dem die vier Scheibenbremsen zupacken, funktioniert einwandfrei.

Das digitale Extra

Mit der Car-Net-App kann der Ladestand der Batterie per Smartphone gecheckt werden. Wer will, kann Tachometer und Drehzahlmesser verkleinern, um mehr von der Navi-Karte zu sehen. Nette Spielerei.

Was der Hersteller sagt

Volkswagen verspricht durch das Zusammenspiel von E-Antrieb und Benziner einen Verbrauch nach NEFZ-Norm von nur 1,5 Litern auf 100 Kilometer. 50 Kilometer elektrische Reichweite und nur 35 Gramm CO2 pro Kilometer wurden im Fahrzyklus ermittelt.

Was der Hersteller verschweigt

Die Verbrauchsangaben sind reines Wunschdenken: Drei bis vier Liter Verbrauch sind drin, wenn der Benziner zugeschaltet ist, sowie 40 Kilometer rein elektrische Reichweite. Das ist zwar nicht schlecht, der Verbrauch liegt aber 100 Prozent über den Angaben. Gerade VW hätte allen Grund, hier ehrlicher und transparenter zu sein. Zudem: Der technische Aufwand – und der Preis – ist für den realen Einspar- und Umwelteffekt einfach zu hoch.