Business as UsualWarum wir an die Idee vom Traumjob glauben sollten

Symbolbild: Frau am Laptop
Symbolbild: Frau am Laptopdpa

Dominik ist ein ruhiger und zugleich energetischer Typ Ende 30, der schon im Studium von der Welt des Marketings fasziniert war. So hat es niemanden gewundert, dass er in einer Kreativagentur lernte, so viel er konnte, und rund um die Uhr arbeitete. Er merkte aber auch, dass er, wenn er seinen Job langfristig gut machen wollte, mit seiner Kreativität und seiner Energie haushalten musste. Also kündigte er seine Jobs regelmäßig, um vor Beginn des nächsten einige Monate Auszeit zu nehmen.

Ich lernte ihn bei einem Projekt in einem Start-up kennen. Beim Mittagessen erzählte er mir, dass er sich – den 40. Geburtstag vor Augen – nichts sehnlicher wünschte, als diese Gegensätze, die intensive Arbeit in den Agenturen, die Freiheit während der Auszeiten sowie ein Mindestmaß an Planbarkeit in Einklang zu bringen. Und damit endlich Gleichgewicht in seinem beruflichen Leben zu finden.

Die aktuelle Capital
Die aktuelle Capital

Keine ganz leichte Aufgabe, denn Dominik hatte sich schon sehr weit umgesehen. Agenturen kannte er und war nicht bereit, den Kompromiss in Bezug auf sein Familienleben einzugehen. Das Arbeiten mit Start-ups hatte ihm immer großen Spaß gemacht, aber seine Themen sind eher etwas für temporäre Projekte als für eine langfristige Festanstellung. Mittelständler oder große Konzerne schloss er per se aus, dafür sei er einfach nicht der Typ. Wie sieht nach diesen Vorgaben der ideale Job für Dominik bloß aus? Und wo findet man eine solche Eier legende Wollmilchsau?

Normalerweise hören wir an dieser Stelle auf zu denken. Zu kompliziert und mühsam die Suche, zu einfach der Gedanke, dass es einen solchen Job sowieso nicht gibt. Und dann bleiben wir da, wo wir sind, und versichern uns in ruhigen Minuten immer und immer wieder, dass jeder Kompromisse machen muss – warum sollte das bei uns selbst anders sein? Die Sehnsucht aber bleibt.

Dominik allerdings hat seine Eier legende Wollmilchsau trotzdem gesucht – und sie auch gefunden. Ein Job bei einem Investor, der fast schon operativ mit seinen Beteiligungsunternehmen zusammenarbeitet und über ein Team von Experten verfügt, die diese Unternehmen mit fachlicher Expertise in zeitlich begrenzten Projekten unterstützen. Hier fand Dominik einen festen Hafen, der ihm ermöglicht, etwa zwei Drittel des Jahres zu arbeiten und sich das andere Drittel um seine Kreativität zu kümmern.

Um diesen Job zu finden, hat Dominik mit fast 30 verschiedenen Unternehmen gesprochen und sorgsam Puzzleteil für Puzzleteil zusammengetragen, bis er nach fast einem Jahr das richtige hatte. Wenn Sie sich also angesprochen fühlen oder in Zukunft dabei ertappen, dass Sie immer wieder in Gedanken sehnsuchtsvoll abschweifen: Denken Sie an Dominik! Und machen Sie sich auf die Suche.