ManagementTatort Büroküche: So oft begehen Kollegen Mundraub

Ein Mann steht vor einem geöffneten Kühlschrank
Selbstbedienung in der Büroküche: Mal schauen, was der Kollege heute isstGetty Images

Während am Schreibtisch gute Manieren und kollegiales Miteinander eine Selbstverständlichkeit sind, scheint es in der Büroküche oft schlagartig mit der Zivilisation vorbei zu sein. In wohl fast jedem Unternehmen ab dem Einmannbetrieb gibt es werte Kollegen, die einfach unfähig sind, ihren benutzten Kaffeebecher in die Geschirrspülmaschine zu stellen oder diese sogar auch mal auszuräumen. Noch ärgerlicher aber wird es, wenn mitgebrachtes Essen verschwindet. Leider ist Mundraub unter Kollegen an der Tagesordnung.

Bei einem entwendeten Teebeutel oder einem Schluck Milch mag man noch ein Auge zudrücken. Wenn sich aber ein dreister Mitarbeiter ungefragt am Mittagessen oder Kuchen von Zuhause gütlich tut, dürfte auch der entspannteste Zeitgenosse (hungrige) Rachegefühle verspüren. Das Jobportal Karrierebibel.de wollte es genauer wissen und fragte seine Nutzer: Wurde Ihr Büro-Essen schon einmal „ausgeliehen“? Demnach teilen sich Menschen in zwei etwa gleich große Gruppen: Die Seligen und die Hungrigen.

Nur wenige geben ihr Vergehen zu

„Nein, noch nie!“, konnte immerhin fast jeder zweite Befragte (45,9 Prozent) zu Protokoll geben. Jeder Siebte (14,8 Prozent) wurde erst einmal Opfer hungriger Kollegen. Etwa jeder Fünfte (18,9 Prozent) vermisste zwei- bis fünfmal pro Jahr Essen aus dem Kühlschrank. Bei rund eben so vielen Befragten (20,4 Prozent) sind offenbar Serientäter am Werk: Sie werden häufiger als fünfmal im Jahr beklaut.

Karrierebibel.de machte die Probe aufs Exempel und stellte auch gleich die Gegenfrage: Haben Sie schon einmal Kollegen das Essen im Büro gemopst? Und natürlich wäscht die Mehrheit die Hände in Unschuld. „Nein, nie!“, versicherten knapp neun von zehn Umfrageteilnehmern (88 Prozent). „Ja, aber nur Sachen, die ohnehin keiner mehr wollte“, meinten knapp drei Prozent. Ebenfalls rund drei Prozent räumten ihr Vergehen ein, hatten aber gleich eine Rechtfertigung parat – „ja, aber nur ganz selten bei großem Hunger“. Knapp sechs Prozent standen hingegen dazu, schon häufiger ungefragt bei Kollegen zugegriffen zu haben.