Lebenslanges LernenSieben Fragen zur erfolgreichen Weiterbildung

Weiterbildung, aber wie? Oft ist das Angebot für neue Aufgaben groß – diese Fragen und Antworten schaffen Überblick
Weiterbilden, aber wie? Oft ist das Angebot für neue Aufgaben groß – diese Fragen und Antworten schaffen ÜberblickPixabay

Die Digitalisierung hält auch in immer mehr Unternehmen und damit an immer mehr Arbeitsplätzen Einzug. Für viele Mitarbeiter heißt es deshalb dazulernen und die eigenen Kompetenzen ausbauen.

Doch mit den neuen Aufgaben und Anforderungen ist auch das Fortbildungsangebot gewachsen – und auch die Inhalte, in denen man sich weiterbilden soll. Capital hat Antworten auf sieben zentralen Fragen rund um das Thema Weiterbildung, damit es Ihnen leichter fällt, das richtige Lernangebot zu finden:

#1 Was kann ich eigentlich schon?

Listen Sie alle Ihre Kenntnisse und Kompetenzen auf: Ausbildung, Zusatzqualifikationen, nebenbei im Job Erlerntes, private Interessen und Fähigkeiten. Das ist und bleibt Ihr wertvoller Schatz. Darauf bauen Sie auf.

#2 Was könnte ich noch können?

Überlegen Sie, wie sich Ihre Branche, Ihre Aufgaben, Ihre Rolle gerade bereits verändern. Welche fachlichen Inhalte, Arbeitsmethoden oder sozialen Fähigkeiten könnten Ihnen bei aktuellen Projekten helfen?  Was gibt es, das Sie schon lange interessiert? Wo liegt die Schnittmenge zwischen beidem? Viele Angebote gibt es etwa rund um die Themen Innovation, Kreativität, Führungskommunikation, Organisation oder Softwareentwicklung. Und wenn Sie sich bei den Überlegungen schwertun: Wagen Sie sich ruhig auch an ungewöhnliche Themen! Ein Perspektivwechsel hilft häufig, den eigenen Weg zu finden.

#3 Was bremst mich?

Auch wenn Sie schon gut ausgelastet sind im Job und Privatleben, lohnt es sich, über Veränderungen nachzudenken. Lebenslanges Lernen klingt oft abschreckend. Aber: Es geht nicht darum, einen völligen Neustart zu planen – sondern darum, Ihre bestehende Fähigkeiten zu erweitern. Seien Sie offen, freuen Sie sich auf Inspirationen! Jede Weiterbildung hat nicht nur beruflichen Nutzen, sondern bringt auch persönlichen Gewinn.

#4 Wo kann ich lernen?

Gibt es in Ihrem Unternehmen passende Programme? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Weiterbildungsangebote von Arbeitgebern, privaten und staatlichen Institutionen.

#5 Wer unterstützt mich?

Staat und Arbeitgeber bieten Anreize für Fortbildungen. Aber warten Sie nicht darauf, dass Ihr Chef Ihnen im nächsten Mitarbeitergespräch einen Maßnahmenkatalog für Ihre Karriereplanung serviert. Für Ihre Zukunft sind Sie selbst verantwortlich. Besprechen Sie Ihre Erwartungen mit Vorgesetzten, Kollegen, Personalexperten oder Coaches; mit Familie und Freunden. Klären Sie gemeinsam, welche Kompetenzen Sie weiterbringen, und kalkulieren Sie Aufwand und Kosten.

#6 Wer bezahlt’s?

Viele Arbeitgeber finanzieren Weiterbildungen. Darüber hinaus gibt es auch für  Selbstständige und Arbeitslose diverse Fördertöpfe von Bund und Ländern. Private Ausgaben lassen sich zudem von der Steuer absetzen.

#7 Wie lerne ich gut?

Überlegen Sie, welche Weiterbildungsformate Ihnen liegen: ein Workshop mit mehreren Teilnehmern? Klassisches Pauken mit Büchern? Ein Onlineseminar, das Sie alleine am Computer durcharbeiten? Oder eher kleine Wissenshäppchen, die per App vermittelt werden?

Und dann los! Fangen Sie an, Ihre Expertise in kleinen Schritten zu erweitern und die Ziele nicht zu hoch zu setzen: Ein zweistündiger Workshop, ein zweitägiges Training oder ein Wochenendseminar bringen auch Mehrwert und motivieren für die nächsten Kurse.

Und: Machen Sie es zur Priorität. Halten Sie diese Zeit konsequent frei von allen anderen Aufgaben. Das sollten Sie auch vorher im Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, Kollegen und Familie klären.


Dieser Beitrag ist erstmals in der Capital Printausgabe 07/2019 erschienen.