ManagementDas sind die wichtigsten Morgenrituale von Erfolgsmenschen

„Morgenstund’ hat Gold im Mund“, das behauptete schon der niederländische Gelehrte Erasmus von Rotterdam. „Aurora musis amica“ schrieb er im 15. Jahrhundert an seinen Schüler Christian Northoff: „Die Morgenstunde ist die Freundin der Musen.“ Langschläfer und Morgenmuffel verballhornten das Sprichwort später. „Morgenstund’ hat Blei im Hintern“ trifft es ihrer Meinung nach viel besser.
Aber was ist dran an dem Mythos, dass Frühaufsteher erfolgreicher sind? Wie es scheint, eine ganze Menge. Das britische Magazin „Entrepreneur“ hat erfolgreiche Unternehmer und Firmenchefs nach ihren Morgenritualen befragt. Und wirklich: Fast alle sind schon aktiv, wenn sich die meisten von uns noch einmal im Bett umdrehen.

Richard Branson

Der Gründer der Virgin-Gruppe hat einen einfachen Trick. Er zieht die Vorhänge im Schlafzimmer nicht zu. „Wenn dann die Sonne um 5.45 Uhr in mein Gesicht scheint, dann springe ich aus dem Bett.“ Bei so viel Energie ist es kein Wunder, dass der britische Milliardär erst einmal Sport treibt. Wenn er auf seiner Karibikinsel weilt, geht er im Meer schwimmen – oder bei Wind kiten. Zur Not tut es auch eine Partie Tennis. Erst dann genießt er ein gesundes Frühstück.

Jack Dorsey

Der Mitbegründer von Twitter und Square steht jeden Morgen um 5.30 Uhr auf. Erst meditiert er, dann geht er joggen. Sechs Meilen, wie er sagt. Sein Motto: Erwarte das Unerwartete. Und wenn möglich, sei Du das Unerwartete.

Lord Alan Sugar

Das Vermögen des Briten wird auf etwa 1. Mrd. Euro geschätzt. Ende der 60er Jahre gründete Sugar das Elektronik- und Computerunternehmen Amstrad, war viele Jahre Vorsitzender des Fußballballclubs Tottenham Hotspurs und moderiert im britischen Fernsehen die Reality Show „The Apprentice“. Während der Aufzeichnungen steht der 68-Jährige um 5 Uhr auf und fährt zum Studio. Ansonsten setzt er sich auf sein Rad um dreht eine 50-Milen-Runde durch Essex. An einem gesunden Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Sein Motto: Sag’ mir nicht, Du wärst wie ich. Das bist Du nicht. Ich bin einzigartig.

Tory Burch

Auch die Businessfrauen sind Frühaufsteher. Die Designerin und Chefin des nach ihr benannten Modeunternehmens steht um 5.45 Uhr auf – und checkt erst einmal ihre Arbeitsmails. Dann weckt sie ihre drei Kinder. Während die so langsam die Müdigkeit abstreifen, ist Burch schon aktiv. 45 Minuten Workout. Und das jeden Morgen. Ihr Motto: Wenn Du nicht Angst hast, dann träumst Du wahrscheinlich nicht groß genug.

Tim Armstrong

Der AOL-Chef ist ein absoluter Frühaufsteher. Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Armstrong ist ein Newsfreak. Also checkt er zunächst die Nachrichten. Mit einem kleinen Workout hält er sich fit, ehe er seine Mitarbeiter mit Mails bombardiert. Mittlerweile ist der 43-Jährige schon etwas ruhiger geworden. Eigentlich, sagt er, würde er am liebsten die ersten Mails direkt nach dem Aufstehen verschicken. Aber er habe gemerkt, dass viele seiner Mitarbeiter dann noch nicht wach seien. Also versucht er bis um 7 Uhr zu warten.

Simon Cowell

Der Erfinder der international erfolgreichen Castingshow „The X Factor“ hat keine feste Zeit, an der er aufsteht. Aber bei seinem Frühstücksritual duldet er keine Kompromisse: heißes Wasser mit Zitrone, Papaya-Saft, Haferflocken, Tee und drei Smoothies. So, sagt Cowell, starte er gut gelaunt in den Tag und freut sich auf das, was der bringen wird.

Arianna Huffington

Die Gründerin der Huffington Post macht kein Geheimnis daraus, dass sie ihren „Schönheitsschlaf“ braucht. Dennoch würde sie die halbe Stunde morgendliches Meditieren nicht gegen eine Verlängerung in den Kissen eintauschen. Sie ist so überzeugt von den Vorteilen der Meditation, dass sie ihren Mitarbeitern wöchentlich Unterricht anbietet.

Mark Zuckerberg

Der Facebook-Gründer ist kein bekennender Frühaufsteher. 8 Uhr, das reicht ihm völlig. Und wenn es am Abend zuvor später geworden ist, dann bleibt er auch gerne etwas länger liegen. Verlorene Zeit holt er locker wieder rein, sagt er. Am Kleiderschrank. Er trägt immer die gleichen T-Shirts. Somit verliert er keine Zeit bei der Klamottenwahl. Sein Motto, mit dem er gelassen in den Tag startet: Ich bin keine coole Person. Und ich habe auch niemals versucht, cool zu sein.