VG-Wort Pixel

Attraktivste Arbeitgeber Raytheon Anschütz – Schifffahrt von morgen

Brückensystem von Raytheon Anschütz
Brückensystem von Raytheon Anschütz
© Raytheon Anschütz, CC BY-SA 4.0
Was denken Sie über Ihr Unternehmen? Auf der Suche nach den „Attraktivsten Arbeitgebern der Stadt“ hat Statista bei Tausenden Beschäftigten nachgefragt: Wer bietet gute Karrierechancen? Wer setzt auf Nachhaltigkeit und soziales Engagement? Und wem liegt das Wohl der Belegschaft am Herzen? Gemeinsam mit Capital wurden die diesjährigen Sieger gekürt. Einer von ihnen: Raytheon Anschütz

Die Geschichte von Raytheon Anschütz beginnt mit einem echten Moonshot – kurz nach Beginn des 20. Jahrhunderts träumte der Erfinder Hermann Anschütz-Kaempfe davon, mit einem U-Boot den Nordpol zu erreichen. Doch weil die damalige Navigationstechnologie für diesen Zweck nicht ausgereift genug war, entwickelte er selbst den Kreiselkompass. Das Gerät war die Keimzelle für die Gründung von Anschütz & Co. 1905 und wurde später unter anderem von Anschütz' gutem Freund Albert Einstein weiterentwickelt. 

Heute bietet das Unternehmen, das seit 1995 eine Tochter der US-Firma Raytheon ist, Navigations-, Überwachungs- und Kontrollsysteme für große Schiffe, der Hauptsitz des etwa 700 Mitarbeiter starken Marineausrüsters ist immer noch Kiel. Den „maritimen Standort“ nutzt Raytheon Anschütz tatsächlich als Argument, um Fachkräfte von sich zu überzeugen – neben der Möglichkeit, die „Schifffahrt von morgen“ mitzugestalten.

Was das heißt? Hier betont das Unternehmen vor allem das Stichwort Digitalisierung: Megatrends wie Big Data würden die „Schifffahrt nachhaltig verändern“, so Raytheon Anschütz. Im RAN-Dock, einer Innovationswerkstatt und Ideenschmiede, können Mitarbeiter außerhalb der etablierten Unternehmensprozesse neue Ideen und neue Methoden der entwickeln und mit Kunden validieren. Die besten Ideen bekommen eine Starthilfe in Form von Zeit und Geld mit dem Ziel, als neue Produkte auf den Markt zu kommen.

Als Teil des US-Konzerns Raytheon (knapp 100 Mrd. Dollar Umsatz, fast 200.000 Mitarbeiter) sieht sich das Kieler Unternehmen in einer besonderen Position: Man könne „die Sicherheit eines internationalen Konzerns bieten, aber gleichzeitig selbstbestimmt und visionär wie ein lokaler Mittelständler agieren“. So fänden Mitarbeiter sowohl flache Hierarchien und Eigenverantwortung als auch Aufstiegs- und Entwicklungschancen sowie gezielte Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramme vor.

Nicht zuletzt ist aber der Standort in Kiel ein schlagendes Argument: „Zehn Minuten von der Arbeit zum Strand, zehn Minuten vom Strand zur Arbeit“, heißt es stolz auf der Website.

Das Ranking „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt“ beruht auf einer Umfrage von 500 Arbeitgebern aus 25 Städten. Rund 13.300 Arbeitnehmer, die entweder in den Städten oder in einem Umkreis von 25 Kilometern wohnen, hat Statista im März und April 2022 zu diesem Zweck befragt. Die Teilnehmer bewerteten dabei nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern konnten auch Feedback zu anderen lokalen Firmen abgeben. Die Befragten beurteilten auch, ob sich Unternehmen am Standort wirtschaftlich und sozial engagieren – und ob sie gegenüber der Belegschaft und Geschäftspartnern sozial verantwortlich handeln. Die kompletten Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.



Neueste Artikel