GehaltsstudieArbeitnehmer wünschen sich Gehaltstransparenz

Symbolbild: Angestellter
Symbolbild: AngestellterPixabay

Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer ist unzufrieden mit seinem Gehalt. Das geht aus der Gehaltsstudie des sozialen Netzwerks Xing hervor, für die 12.000 Mitglieder in Deutschland befragt wurden. Insgesamt 57 Prozent Befragten sind der Ansicht, dass sie zu wenig verdienen. Etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Unzufriedenen meint, dass die Bezahlung unter dem Marktdurchschnitt liegt. Ein weiteres Drittel ist der Meinung, Leistungen und Zusatzleistungen würden nicht entsprechend vergütet. 77 Prozent der Befragten wünschen sich einen transparenten Umgang mit Gehaltsstrukturen in ihrem Unternehmen, wobei das Interesse der Gutverdiener mit einem Jahresbruttogehalt von 90.000 Euro nicht ganz so groß ist.

In der Studie wurden unter anderem die durchschnittlichen Gehälter von Fach- und Führungskräften nach Branche und Tätigkeitsfeld, Region, Unternehmensgröße und Alter aufgeschlüsselt. Das durchschnittliche Bruttogehalt mit rund 115.000 Euro liegt bei Angestellten der Unternehmensentwicklung am höchsten. Danach folgen die Tätigkeitsbereiche Finanzen und Controlling (81.544 Euro) sowie Vertrieb und Handel (81.432 Euro). Die schlechtesten Gehaltsaussichten hat man in der Administration: 53.442 Euro verdient ein Angestellter mit Studienabschluss.

Die Studie zeigt auch: Ein Studium zahlt sich finanziell aus. Der durchschnittliche 41- bis 45-Jährige Arbeitnehmer mit akademischem Abschluss erhält 83.435 Euro jährlich, während es ohne Studienabschluss nur 60.257 Euro sind.

Die Studie zeigt zudem, dass viele Arbeitnehmer zeitlich und örtlich flexibel arbeiten können und das von vielen Arbeitgebern auch gefördert wird: Etwa die Hälfte der Unternehmen erlaubt seinen Mitarbeitern Homeoffice. Immerhin 87 Prozent der Befragten gehen auf dieses Angebot ein.

Die Arbeit zu Hause schützt jedoch vor Mehrarbeit nicht. 82 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr arbeiten als im Arbeitsvertrag vorgesehen. Jeder Fünfte kommt sogar auf mindestens 10 Überstunden pro Woche.