Job-Alltag5 wichtige Tipps im Umgang mit Chefs

Manchmal sind im Geschäftsleben klare Worte notwendig
Manchmal sind im Geschäftsleben klare Worte notwendig dpa

Der Umgang mit Vorgesetzten ist per se durch eine klare Hierarchie kein einfacher. Der Chef darf uns Anweisungen geben, im normalen Leben würden wir das bei unseren Mitmenschen nicht so einfach hinnehmen. Wenn ein schwieriger Charakter eines Chefs hinzukommt, kann es knifflig werden. Wer beruflich vorankommen will, braucht daher gute Menschenkenntnis.

#1 Der Narzisst

Er hält viel von sich, er weiß was er will und der Zweck heiligt für ihn alle Mittel. So lange Mitarbeiter untergeben machen, was er sagt, zeigt er sich sogar großzügig. Aber wehe, jemand verletzt sein großes, aber auch gleichsam schwaches Ego … Anderseits sind solche Chefs leicht zu händeln: Sagen sie einfach immer zu allem Okay und bewundern sie ihn auch wenn Sie innerlich anderer Meinung sind (er wird es nicht merken). Und seien Sie vorsichtig mit Kritik – die kann Sie den Job kosten.

#2 Der Choleriker

Er schreit. Das ist sein Stressregulator. Sie müssen nicht unbedingt tatsächlich einen Fehler begangen haben, wahrscheinlicher ist, dass Sie einfach zum falschen Zeitpunkt in seine Umlaufbahn geraten sind und nun als Prellbock herhalten müssen. Jetzt bloß nicht auch noch aufregen, sagen Sie lieber beschwichtigende Worte wie: „Ja, das war ein Fehler. Sie haben Recht, sich so aufzuregen. Das ist nicht in Ordnung. Tut mir leid.“ Das bringt ihn am schnellsten wieder runter.

#3 Der Kumpel

Er duzt alle vom ersten Moment an. Er lädt ein: zum Mittagessen, zum Feierabend-Bier, zum gemeinsamen Grillen. Wenn jemand traurig guckt, ruft er ihn in sein Büro und gibt väterliche Ratschläge. Aber auch wenn er so tut, als wären Sie Freunde, ist er immer noch der Chef und sieht das selbst auch so. Lassen Sie sich daher nicht einlullen von seinem Bedürfnis nach Harmonie. Seinen Sie freundlich und erledigen Sie engagiert Ihre Arbeit. Ein freundlicher Chef erwartet nicht weniger Einsatz als ein unfreundlicher.

#4 Der Eitle

Er findet sich schön und meistens ist er das auch. Er ist das Jahr durch gut gebräunt, trägt teure Kleidung, die Haut ist sehr gepflegt, die Haare sind gut frisiert und der Körper sportlich – doch der Aufwand dient nicht dem Selbstzweck. Dieses Chef-Ego braucht die Bestätigung von außen, wie die Blumen das Sonnenlicht. Er duldet auch niemanden neben sich, der ihm seinen Glanz stehlen könnte. Geben Sie dem Chef, was er braucht, er wird Ihnen dankbar sein, aber übertreiben Sie es nicht, Schleimer machen ihn misstrauisch. Und kleiden Sie sich niemals geschmackvoller als er, das wird er ihnen nicht verzeihen.

#5 Der Chauvi

Er ist für Frauen ein Alptraum, aber auch für Männer, mit denen er versucht, seine Macho-Attitüden auszuleben, kann er zur Belastung werden. Frauenfeindliche Sprüche stehen bei ihm an der Tagesordnung, Grenzüberschreitungen nimmt er sportlich und sind für ihn Usus. Deswegen hilft hier nur klare Abgrenzung und ein deutliches Signal, wenn es zu weit geht. Notfalls auch unter Ankündigung klarer Konsequenzen. Bei so einem Chef heißt es, wachsam bleiben, denn die Übergänge von ein bisschen Machotum zum strafbaren Delikt sind fließend, bloß nicht mit reinziehen lassen!