KarriereSo vermeiden Sie Stress im Job

Gestresste Frau im Büro
Symbolbild: Gestresste Frau im Bürodpa

#1: Zeitpolster

Hektik am Morgen führt häufig zu einem Schneeballeffekt. Sie hetzen zur Arbeit, kommen wegen nur einer verpassten Bahn zu spät, fehlen bei der Frühkonferenz, müssen gleichzeitig Mails checken und Versäumtes nachholen, während ständig das Telefon klingelt. Ein vergleichsweise entspannter Morgen ist deshalb die Voraussetzung für einen souveränen Arbeitstag, bei dem Sie stets die Kontrolle behalten. Auch wenn es schwerfällt: Wer zur Hektik neigt, sollte bis zum Arbeitsantritt ein dickes Zeitpolster einplanen.

Natürlich schmerzt es, wenn Sie 20 Minuten zu früh am Büro eintreffen. Hier kann ein mentaler Seitenwechsel helfen: Begreifen Sie diese Zeit nicht als verschwendet, sondern als Investition in Ihre mentale Fürsorge. Vielleicht gehen Sie einfach entspannt um den Block, checken in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen soziale Netzwerke oder lesen noch einige Seiten des fesselnden Thrillers auf dem E-Reader. Wenn der Arbeitstag dann losgeht, stolpern Sie nicht hinein, sondern haben von Anfang an alles unter Kontrolle.

#2: Zeit ist kostbar

Labern ist der treueste Weggefährte der Hektik. Wenn das auf 20 Minuten taxierte Meeting zur über einstündigen Plauderrunde gerät, sind alle Anwesenden bereits im Verzug mit den restlichen Aufgaben des Tages – es sei denn, sie sind notorisch unterbeschäftigt. Nicht selten sind es gerade jene Kollegen, die eine Zusammenkunft als willkommene Abwechslung zur Langeweile am Schreibtisch verstehen und sie deshalb möglichst mit Nichtigkeiten in die Länge ziehen. Eine solide Gesprächsdisziplin bei Meetings oder Mitarbeitergesprächen hilft dabei, Hektik gar nicht erst aufkommen zu lassen.

#3: Realistisch und flexibel bleiben

Oft sind wir direkt an unserer Hektik schuld. Bei der Planung schienen noch alle Aufgaben und Termine nahtlos in den Achtstundentag zu passen. Dass die Realität aber meist anders aussieht, sollte man recht schnell im Berufsleben gelernt haben. Fünf Mitarbeiter-Feedback-Runden in einer Stunde? Klingt auf dem Papier realistisch, ist es aber vermutlich nicht. Entzerren Sie nach Möglichkeit den Terminkalender ein wenig und senken Sie damit die Erwartungshaltung an sich selbst. Das reduziert umgehend Stress.

#4: Überblick behalten

Gehören Sie zu den Menschen, die Notizen als Eingeständnis von Schwäche interpretieren? „Ich merke mir das schon“ gehört wohl zu den größten Lügen, die wir uns selbst erzählen. Die Deadline für ein Projekt in drei Wochen, die Vorbereitung auf ein Treffen mit potenziellen Kunden oder die To-do-Liste vor dem Sommerurlaub: Wer es sich angewöhnt, alle Stichtage und dazugehörigen Deadlines festzuhalten (etwa in einem Kalender), kann darauf vertrauen, stets den Überblick zu behalten. So bleibt die leichte Panik aus, wenn ein vor sieben Monaten vergessener Termin plötzlich ansteht.