Podcast Wie vielversprechend ist das modulare Bauen?

Der größte Modulbau Europas: Die Baustelle des Community Campus in Bochum.
Der größte Modulbau Europas: Die Baustelle des Community Campus in Bochum.
© Jochen Tack / IMAGO
Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, besonders in Großstädten. Viele Häuser entsprechen außerdem nicht mehr aktuellen Umweltstandards. Kann modulares Bauen hier zu Verbesserungen führen? Darum geht es in der neuen Podcast-Folge des „Lagebericht“

Zu wenig Wohnraum, unsanierte Häuser mit schlechter Energieeffizienz, stockender Häuserbau - der Immobiliensektor steht vor großen Herausforderungen. 2020 wurden zwar so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Doch an steigenden Mieten und hohen Grundstückspreisen hat der Bauboom nichts geändert. Im Jahr 2020 ist die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland verglichen mit dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 306.376 gestiegen. Mehr hatte es zuletzt im Jahr 2001 gegeben, als 326.187 gebaut wurden. Bei Einfamilienhäusern gab es einen Zuwachs von 4,1 Prozent auf 87.275, bei Zweifamilienhäuser von 6,0 Prozent auf 20.472. In Wohnheimen dagegen sank die Anzahl fertiggestellter Wohnungen mit 7650 auf den tiefsten Stand seit 2013.

Das Grundproblem sehen Expertinnen und Experten aber nach wie vor im fehlenden Bauland. Neue Ansätze könnten Häuser aus dem 3D-Drucker, Fertighäuser oder auch modulares Bauen sein. Welches Potenzial diese Bauweise hat, besprechen die Immobilienexperten Peter Hettenbach und Katharina Ivankovic im Podcast.

Module landen fertig auf Baustelle

Beim modularen Bauen werden ganze Räume - Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer - wie Autos am Fließband zusammengebaut. Die Teile werden dann auf die Baustelle gebracht und dort zu einem kompletten Wohnhaus zusammengesetzt. Da die Module standardisiert in großen Mengen hergestellt werden, versprechen Expertinnen und Experten, dass die Häuser billiger, schneller und besser zu bauen sind. Vor allem für große Häuserkomplexe wie Studierendenwohne könnte das sinnvoll sein.

Bei der Klimabilanz soll diese Bauweise oftmals effizienter sein als andere: Weil große Teile des Hauses in der Fabrik hergestellt werden, entsteht oft weniger Müll. Teilweise können die Module sogar wiederverwertet werden, was Rohstoff- und Energieverbrauch sinken lassen würde.

Neue Hürden beim Bau

Als Nachteil beim modularen Bauen gilt der komplizierte Transport, für den Schwerlasttransporter eingesetzt werden müssen. Ob sich die Baumethode durchsetzen kann und welche anderen Vor- und Nachteile sie bietet, erklären die iib-Geschäftsführer Peter Hettenbach und Katharina Ivankovic im aktuellen „Lagebericht“.

Außerdem hören Sie in der 45. Folge des „Lageberichts“,

  • wie der derzeitige Stand beim modularen Bauen ist,
  • was dabei helfen kann, Baugenehmigungen zu beschleunigen,
  • welche andere Technologie die Probleme auf dem Immobilienmarkt lösen könnte.

Alle Folgen finden Sie direkt bei Audio Now, Apple oder Spotify oder via Google.


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