Makler-KompassSo finden Sie den richtigen Makler

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Ausbildung und Berufserfahrung sind wichtige Kriterien

Falls ein Objekt in die engere Wahl kommt, hilft er gegebenenfalls bei der Auswahl eines Gutachters oder Sachverständigen, der dem Käufer zur Seite steht. Er berät bei vertraglichen Tücken, unterstützt bei den Verhandlungen mit dem Verkäufer und hilft dabei, die nötigen Unterlagen für die Finanzierung zusammenzustellen. Maklerfirmen, die zu Banken gehören, bieten diese Dienste häufig gleich mit an.

Gemeinsam mit dem Notar arbeitet der Makler den Kaufvertrag aus und ist in der Regel bei der Vertragsunterzeichnung anwesend. Auch nach der Übergabe der Immobilie steht er noch für Rückfragen zur Verfügung.

All diese Punkte sollten Interessenten mit dem Vermittler durchgehen, bevor sie einen Maklervertrag unterschreiben. Wer sich unsicher ist, bittet am besten um Referenzen und nimmt mit früheren Kunden Kontakt auf.

Auch Ausbildung und Berufserfahrung sind wichtige Kriterien bei der Wahl des Maklers. Im Juni hat der Bundestag eine Fortbildungspflicht für Makler und Verwalter beschlossen, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 in Kraft tritt. Jeder Immobilienprofi muss von da an nachweisen, dass er binnen drei Jahren mindestens 20 Stunden lang an anerkannten Seminaren teilgenommen hat. Die Mitgliedschaft in einer Branchenorganisation wie dem Immobilienverband Deutschland (IVD) schafft zumindest Gewissheit, dass er die Standesregeln befolgt, sich regelmäßig weiterbildet und eine Vermögensschadenpolice abgeschlossen hat.

Ortskenntnis ist ein wichtiges Gütekriterium

Generell gilt: Je größer die Zahl an Immobilien in der Maklerkartei, desto größer sind die Chancen, etwas Passendes zu finden. Quantität allein ist jedoch nicht alles. Auch Ortskenntnis ist ein wichtiges Gütekriterium. Ein guter Vermittler kann Interessenten manchmal Alternativen präsentieren, die diese gar nicht im Blick hatten.

Letzte Gewissheit schafft schließlich der Maklervertrag: Wie verständlich ist er aufgesetzt? Werden die Kosten konkret und nachvollziehbar aufgeführt und erklärt? Wer hier druckst und taktiert, ist kein vertrauenswürdiger Geschäftspartner. Die Maklerprovision wird fällig, sobald der Notarvertrag unterzeichnet wurde. Der darin festgehaltene Kaufpreis bildet die Berechnungsgrundlage.

Zumeist muss der Käufer die komplette Provision zahlen – egal ob er selbst den Makler beauftragt hat oder der Verkäufer. Das 2015 in Kraft getretene Bestellerprinzip, wonach allein der Auftraggeber die Courtage zu tragen hat, gilt nur für die Vermittlung von Mietwohnungen, eine zwischenzeitlich geplante Ausweitung auf Kauf-immobilien ist vom Tisch.

Selbst wenn der Verkäufer die Maklerleistung in der Regel gratis erhält, sollte auch er sich gut informieren, bevor er einen Vermittlungsauftrag vergibt. Da Wohnungen und Häuser in vielen Großstadtlagen knapp sind, überbieten sich Makler häufig gegenseitig beim Preis, den sie Verkäufern in Aussicht stellen – um sich ein potenziell lukratives Mandat zu sichern. Ein gutes Netzwerk an zahlungskräftigen Kunden, aussagefähige Exposés und eine intensive Betreuung des Kunden sollten an oberster Stelle der Auswahlkriterien stehen.

Ein realistischer Angebotspreis und eine professionelle Vermarktung sorgen dafür, dass das Objekt nicht zum Ladenhüter verkommt – und am Ende unter Wert verkauft werden muss.

Hier finden Sie die ausführlichen Tabellen zum Makler-Kompass 2017