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Geldanlage Wasserstoff-Aktien haben ausgehypt

Thyssenkrupp Steel wirbt für die Verwendung von Wasserstoff auf Großplakat an der A40. Der Konzern will Wasserstoff in seinem Werk in Duisburg bei der Stahlproduktion einsetzen und so zum Klimaschutz beitragen.
Thyssenkrupp Steel wirbt für die Verwendung von Wasserstoff auf Großplakat an der A40. Der Konzern will Wasserstoff in seinem Werk in Duisburg bei der Stahlproduktion einsetzen und so zum Klimaschutz beitragen.
© Cord / IMAGO
Wasserstoff-Aktien galten als Hoffnungsträger an der Börse, doch aus dem Hype ist die Luft raus. Viele junge Unternehmen wie Ballard Power standen auf den Verkaufslisten der Investoren

Der 4. Mai brachte einen Schock für Anleger, die Wasserstoff als Zukunftsthema sehen. Der 2020 an der Börse gefeierte Brennstoffzellen-Entwickler Ballard Power veröffentlichte Quartalszahlen. Dass junge Unternehmen hohe Verluste schreiben: geschenkt. Aber dass sie schrumpfen, das geht gar nicht. Um rund ein Viertel sackte der Umsatz von Ballard im ersten Quartal ab.

Der Aktienkurs rutschte, so wie bei zahlreichen anderen jungen Unternehmen, die sich mit Wasserstofftechnologie befassen, wie Nel ASA oder Fuelcell Energy. Die Verluste seit Jahresbeginn waren deutlich zweistellig, und das in einem insgesamt steigenden Markt (gemessen am Industrieländerindex MSCI World). Aus dem Hype ist zunächst die Luft raus.

Zulegen konnten hingegen etablierte Konzerne wie Linde oder Air Liquide, die das Geschäft mit Wasserstoff ausbauen. Die Lehre daraus: Anleger sollten statt einzelner Hype-Aktien einen breit streuenden Wasserstofffonds oder -ETF kaufen wie den VanEck Vectors Hydrogen Economy ETF (ISIN: IE00BMDH1538).

Wasserstoff-Aktien-0621

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