Altersvorsorge Immer mehr Beschäftigte sparen für die Frührente

Geschäftsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Berlin
Geschäftsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Berlin
© IMAGO / Winfried Rothermel
Die Zahl der freiwilligen Einzahler in die Rentenversicherung hat sich verdreifacht. Die Deutsche Rentenversicherung kann sich über steigende Einnahmen freuen

Immer mehr Männer und Frauen zahlen freiwillig extra in die Rentenversicherung ein, um ohne Einbußen früher in Rente gehen zu können. Das zeigen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die Capital (Ausgabe 04/2022, EVT 17.03.) exklusiv vorliegen. Demnach hat sich die Zahl derer, die freiwillig zusätzliche Beiträge einzahlen, gegenüber 2017 mehr als verdreifacht – von 11.600 Extra-Einzahlern auf rund 35.000 im Jahr 2020.

Die neue Capital erscheint am 17. März
Die neue Capital erscheint am 17. März
© Marcia Garcin für die Posteraktion „Stand with Ukraine“, The 4th block association / PosterTerritory

Dieser Trend schlägt sich auch in der Bilanz der Rentenversicherung nieder. Ihre Einnahmen steigen durch die freiwilligen Beiträge der Versicherten: 2017 summierten sich alle vorzeitig geleisteten Ausgleichszahlungen auf 207 Mio. Euro. Im Jahr 2020 verbuchte die DRV schon 571 Mio. Euro, was einem Plus von 175 Prozent entspricht. „Der Anstieg der gezahlten Beiträge wirkt sich nicht nur positiv auf die Finanzen der Rentenversicherung aus, er ist auch ein Zeichen für das Vertrauen der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in die gesetzliche Rente“, erklärte ein Sprecher der DRV. Seit 2017 erlaubt das Flexirentengesetz die Ausgleichsbeiträge schon ab 50 statt ab 55 Jahren. Allerdings ist der Anteil der Ausgleichszahlungen an den gesamten Beitragseinnahmen noch überschaubar, diese beliefen sich 2020 insgesamt auf gut 252 Mrd. Euro. Abschlagsfrei in Rente gehen kann, wer 45 Beitragsjahre in der Rentenversicherung gesammelt hat.

Abschläge bei einem früheren Renteneintritt auszugleichen, ist verhältnismäßig teuer. Je nach Höhe der Bruttorente müssen Versicherte oft mehrere Tausend Euro einzahlen, um die Kürzung der späteren Rente um monatlich je 0,3 Prozentpunkte zu verhindern.

Die neue Capital erscheint am 17. März. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es in Apples App Store, bei GooglePlay – und in unserem neuen Premium-Abo Capital+ unter dem Menüpunkt „Digitales Magazin“


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