Gutes GeldFonds mit Einfluss: Blackrock Impact World Equity Fund

Eingangsbereich der Blackrock-Zentrale in New York
Eingangsbereich der Blackrock-Zentrale in New Yorkimago images / IP3press

Das Versprechen

Als Larry Fink im Januar „eine grundlegende Umgestaltung der Finanzwelt“ hin zu mehr Nachhaltigkeit verkündete, horchte die Finanzszene auf. Immerhin ist Fink der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Bis Mitte 2020 will der Konzern nun die Aktien von Kohleproduzenten abstoßen. Auch Investments in fossile Brennstoffe sollen künftig unterbleiben. Grund genug, sich den Impact World Equity Fund von Blackrock näher anzusehen. Welche Schwerpunkte setzt dieser Aktiv­fonds derzeit? Schließlich verspricht er, in Wertpapiere „mit einem messbaren positiven gesellschaftlichen Effekt“ zu investieren.

Die Vergleichsgruppe

Gegen rund 500 ethisch-ökologische Publikumsfonds von 100 Anbietern tritt der Impact World im deutschsprachigen Bereich an. Um es vorweg zu sagen: Die Konkurrenz ist stark, vor allem bei der Performance. Mit 15 Prozent Plus über drei Jahre steht der Blackrock Impact zwar akzeptabel da, zumal er auf 66 Prozent positive Monate kommt. Er erzielt also konstant Renditen. Doch Fonds wie Schroder ISF Global Climate Change, Nordea Global Climate oder Generation Global von Lombard Odier schafften sogar 40 bis 49 Prozent Plus, bei gleicher Anzahl positiver Monate. Auf fünf Jahre legte der Nordea stattliche 83 Prozent Plus hin, also 16,6 Prozent jährlich.

Das Produkt

Der Impact World bündelt rund 420 Aktien, vorwiegend von Großkonzernen entwickelter Länder. Doch so global legt er gar nicht an: Er investierte zuletzt 62 Prozent in US-Firmen, acht Prozent in Japan und elf Prozent in der EU. Zählt man Großbritannien und Nicht-EU-Länder mit, sind es 22 Prozent Europa-Aktien. Deutlich überwiegen dabei die Branchen IT, Telekommunikation und Finanzdienstleistung. Die Konkurrenz dagegen legt mehr Gewicht auf Indus­trie-, Versorger- oder Gesundheitswerte. Größte Einzelposten des Impact sind Apple, Microsoft, Amazon, Visa und Alphabet – eher Kursgaranten als nachhaltige Weltveränderer also. Auch etliche Airlines, Ölkonzerne, Rohstofffirmen und Automobilbauer stecken im Portfolio.

Fazit

Bisher setzt der Fonds weniger auf Vorreiter der Nachhaltigkeit, sondern auf die großen Profiteure der Zukunft. Wie sehr er sich künftig in Richtung Nachhaltigkeit entwickelt, bleibt abzuwarten.