VersicherungenBerufsunfähigkeit: Versicherer im Vergleich

Symbolbild: Geld
Symbolbild: Gelddpa

Die gute Nachricht: Wenn es darauf ankommt, zahlt die Branche heute deutlich häufiger als noch vor zehn Jahren – im Schnitt in immerhin drei von vier Fällen. 53 Gesellschaften im BU-Rating von Morgen & Morgen lieferten konkrete Daten zu ihrem Leistungsverhalten.

Die gestiegene Leistungsbereitschaft ist für alle Versicherten eine gute Nachricht. Doch im Markt unterscheidet sich die Zahlungsbereitschaft immer noch enorm: Während gute Anbieter wie die Stuttgarter in 85 Prozent der Fälle leisten, liegen schwache wie Hansemerkur bei unter 55 Prozent. Sprich: Nur gut die Hälfte aller Kunden, die dort eine Rente beantragen, erhalten sie auch. Auch bei der Transparenz hapert es noch: Elf Gesellschaften wollten gar keine Quoten nennen, zwei Anbieter weigern sich, exakte Zahlen zu veröffentlichen. In der Tabelle wurden sie am unteren Ende der Leistungsspanne eingestuft.

Anerkannte Anträge

Ein hoher Prozentsatz ist prinzipiell gut für Kunden, optimal sind 80 bis 85 Prozent. Sehr hohe Leistungsquoten über 85 Prozent wertet Morgen & Morgen jedoch ab, weil die Gefahr besteht, dass der Versicherer zu lässig prüft – zulasten der restlichen Kunden. Fälle, in denen der Kunde den Antrag stellte, aber nicht weiter verfolgte, sind nicht berücksichtigt. Ausgewiesen wird der Mittelwert für die Jahre 2014 bis 2016.

Teilrating BU-Kompetenz

In die Sternebewertung floss unter anderem ein, wie kompetent der Versicherer einen Leistungsfall managt. Dazu gehört neben der Leistungsquote zum Beispiel auch, ob Anträge einheitlich und professionell bearbeitet werden, wie viele Prozesse der Versicherer mit seinen Kunden führt und ob der Service stimmt.