Exklusiv Anbieter „grüner“ Fonds haben Nachholbedarf

Symbolbild grüne Geldanlage
Symbolbild grüne Geldanlage
© Getty Images
Nicht alle „grünen“ Geldanlagen halten ihr Versprechen. Welche Fonds und Robo-Advisors tatsächlich nachhaltig arbeiten, untersucht eine exklusive Studie für Capital

Viele "grüne" Finanzprodukte weisen eine hohe Qualität auf - ihre Anbieter haben bei der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien aber noch häufig Nachholbedarf. Das ist das Ergebnis der neuen Capital-Studie zu nachhaltigen aktiv gemanagten Fonds und Robo-Advisors, die das Wirtschaftsmagazin gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Tetralog und dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) durchgeführt hat (Ausgabe 12/2021, EVT. 18. November).

Die neue Capital ist am 18. November erschienen
Die neue Capital ist am 18. November erschienen
© Capital

Nach Greenwashing-Vorwürfen gegen große Anbieter war zuletzt eine Debatte über die Frage entbrannt, wie nachhaltig "grüne" Fonds und Robo-Advisor wirklich sind. Antworten kann die Capital-Studie liefern, die dafür untersucht hat, wie nachhaltig globale und europäische Aktienfonds sowie Mischfonds in verschiedenen Ausprägungen anlegen. In die Bewertung floss neben der ESG-Produktqualität (ESG steht für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung) und der Transparenz auch das Verhalten der Anbieter ein: Wie nachhaltig arbeiten sie selbst im Alltag? Festgemacht wurde dies an den Kriterien Klimaneutralität, soziales Engagement und der Frauenquote.

Die 125 untersuchten Fonds von 38 Fondsgesellschaften schnitten bei Rendite und Nachhaltigkeit überwiegend gut ab. Allerdings zeigten sich Defizite bei der Einhaltung von ESG-Prinzipien im Unternehmen: "Bei der Diversität gibt es noch einiges zu tun", sagt Christian Apelt von Tetralog. Zwar beschäftige die Branche 41 Prozent Frauen, ihr Anteil am Top-Management liege aber nur bei 20,8 Prozent.

Bestnoten für die nachhaltige Qualität erhielten unter anderem die beiden österreichischen Fondsgesellschaften Raiffeisen Capital Management und Erste Asset Management, außerdem Amundi aus Frankreich. Aus Deutschland konnten sich unter anderem Deka Investments und Union Investment in den verschiedenen Kategorien im Spitzenfeld positionieren.

Neben Fonds untersuchten Tetralog und IVA die Qualität nachhaltig agierender Robo-Advisor. An die Spitze setzte sich hier Zeedin. Das Angebot der Bank Hauck & Aufhäuser gibt es seit gut einem Jahr in einer nachhaltigen Variante.

Unseren Beitrag über die Studie lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von Capital, die am 18. November erschienen ist. Interesse an Capital ? Hier geht es zum Abo-Shop , wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes und GooglePlay


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