VersicherungenAdvent, Advent, der Christbaum brennt

Ein brennender Weihnachtsbaum steht während einer Vorführung in einem nachgebauten Wohnzimmer. Die Feuerwehr informiert über die Gefahren zu Weihnachten
Ein brennender Weihnachtsbaum steht während einer Vorführung in einem nachgebauten Wohnzimmer. Die Feuerwehr informiert über die Gefahren zu Weihnachtendpa

Der Tannenbaum ist geschmückt, der Braten im Ofen, die Geschenke sind eingepackt. Einem schönen Weihnachtsfest steht nichts mehr im Wege – bis der Rauchmelder anfängt zu piepsen. Ein Funke genügt und der trockene Adventskranz fängt Feuer oder der Weihnachtsbaum steht in Flammen. Laut einer Statistik des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) erhöht sich das Brandrisiko zur Weihnachtszeit um 40 Prozent. Der Schaden durch Brände in der Adventszeit liegt im Schnitt bei 3200 Euro. Auch Einbrüche oder durch Frost geplatzte Wasserrohre können die Weihnachtsstimmung verhageln und das Fest zum teuren Vergnügen werden lassen. Diese Versicherungen können sich während der Festtage bezahlt machen.

Hausratversicherung

Zerstören Feuer oder Löschwasser Geschenke oder einen Teil der Einrichtung, springt in der Regel die Hausratversicherung ein. Allerdings nur, wenn das Feuer unter Aufsicht ausgebrochen ist. Wer die Kerzen am Weihnachtsbaum anzündet und dann „nur mal schnell“ in die Küche geht, um nach dem Weihnachtsbraten zu schauen, setzt seinen Versicherungsschutz aufs Spiel. Achtung: Kinder zählen nicht als Aufpasser. Wann ein Versicherter grob fahrlässig handelt, ist zwar oft eine Einzelfallentscheidung. Allgemein gilt aber: Kerzen dürfen nur brennen, wenn ein Erwachsener im Raum ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Blick in seine Hausratpolice werfen. Bei manchen Versicherern sind Schäden durch brennende Weihnachtsbäume nämlich explizit nicht gedeckt.

Wer vor Christstollen und Lametta fliehen will, sollte sorgfältig prüfen, ob Fenster und Türen geschlossen beziehungsweise abgeschlossen sind. Nur dann greift nämlich die Hausratversicherung im Fall eines Einbruchs. Rund 15 Prozent der Einbruchsversuche finden im Dezember statt, hat das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen herausgefunden. Urlauber können Freunde oder Nachbarn bitten, regelmäßig vorbeizuschauen und den Briefkasten zu leeren. Denn überquellende Briefkästen sind für Einbrecher ein eindeutiges Indiz.

Weihnachtsurlauber sollten auch darauf achten, in der heimischen Wohnung die Heizung eingeschaltet zu lassen. Verursacht Frost einen Rohrbruch, müssen Versicherer nämlich nicht zahlen. Auch der eigenen Wohnung zuliebe sollten Urlauber die Heizung höher drehen. Die Deutsche Energie-Agentur rät zu einer Wohnungstemperatur von nicht unter 16 Grad. Wird es noch kälter, schlägt sich nämlich die Luftfeuchtigkeit an Wänden und Gegenständen nieder, das Schimmelrisiko steigt. Für eine Raumtemperatur von 16 Grad sollte der Thermostat ungefähr auf Stufe 2 stehen.

Wohngebäudeversicherung

Zerstört ein Weihnachtsbaum-Brand nicht nur die Einrichtung, sondern einen Großteil des Hauses oder der Wohnung, springt die Wohngebäudeversicherung ein. Wichtig dabei: Nach dem Feuer sollten Versicherte den Brandort nicht verändern. Sie dürfen kaputte Fenster abdichten und Gefahren beseitigen oder absichern. Alles weitere hingegen erschwert die Arbeit der Brandermittler und kann zum Versicherungsausfall führen.

Haftpflichtversicherung

Findet die Weihnachtsfeier bei Freunden oder Familie statt, stören meist Kleinigkeiten den Frieden: Rotwein auf dem hellen Sofa, ein zerbrochener Teller oder ein heruntergefallenes Geschenk. Wer einen solchen Schaden für Dritte verursacht, kann sich wie auch den Rest des Jahres an seine Haftpflichtversicherung wenden.