WochenrückblickVon Boeing bis Tequila - die Woche in Bildern

Am Montag begannen in Brüssel die Brexit-Verhandlungen. Die Atmosphäre zwischen dem Briten David Davis und dem EU-Unterhändler Michel Barnier war freundlich. Die Regierung in London signalisierte Entgegenkommen in der Frage des Status von in Großbritannien lebenden EU-Bürgern nach dem Austritt.

Bei der Luftfahrtschau in Le Bourget hat Boeing dem europäischen Konkurrenten Airbus die Schau gestohlen. Der US-Flugzeugbauer stellte Airbus bei den Bestellungen klar in den Schatten. Vor allem der Mittelstreckenflieger 737 Max-10 (Bild) war bei den Kunden gefragt.

Nach den Wahlschlappen wollen die Sozialdemokraten jetzt mit Themen punkten. Ihr Steuerkonzept sieht Entlastungen von 15 Mrd. Euro vor – in erster Linie für kleine und mittlere Einkommen sowie Familien. „Wir haben solide gerechnet und versprechen nichts, was wir nicht halten können“, sagte SPD-Chef Martin Schulz.

Stanislaw Tillich (r.) freut sich: Der Autozulieferer Bosch baut in Dresden für 1 Mrd. Euro eine Chipfabrik. Sein Unternehmen habe weltweit geschaut und sich dann für Dresden entschieden, sagte Geschäftsführer Dirk Hoheisel (l.). Das „Silicon Saxony“ erfährt dadurch eine Aufwertung.

Emmanuel Macron (l.) ist der neue Polit-Star in Europa. Beim EU-Gipfel in Brüssel hat er seinen ersten Auftritt auf der europäischen Bühne. Kanzlerin Angela Merkel (M.) wirkt hocherfreut. Für die britische Premierministerin Theresa May (r.) ist dagegen bald Schluss in Brüssel

Von einem „Ritterschlag“ schrieb das „Handelsblatt“. Gemeint war die Entscheidung des US-Indexbetreibers MSCI chinesische Festlandsaktien in den Index für Schwellenländer aufzunehmen. Die chinesische Börsenaufsicht lobte den Schritt in den höchsten Tönen, an den Märkten war jedoch Bewegung zu spüren.

Saudi-Arabien hat einen neuen Kronprinzen: Es ist der 31-jährige Sohn Mohammed bin Salman von König Salman. Der Kronprinz könnte die Geschicke des Landes für Jahrzehnte prägen. Schon bisher spielte er eine wichtige Rolle beim Projekt Vision 2030, mit dem die Wirtschaft des Landes umgebaut werden soll.

Travis Kalanick ist der Absteiger der Woche. Die Investoren des Fahrdienstes Uber drängten den Gründer endgültig aus dem Unternehmen. Letzte Woche hatte sich Kalanick eine unbefristete Auszeit genommen, doch die Investoren warfen dem umstrittenen CEO vor, Uber rechtlichen Risiken ausgesetzt zu haben.

In einem knapp 250 Meter hohen Turm in Rottweil arbeitet Thyssenkrupp an der Zukunft des Aufzugs. Ein Seil benötigt dieser Aufzug nicht mehr. Thyssenkrupp greift stattdessen auf die Technologie der Magnetschwebebahn zurück – was hoffentlich kein schlechtes Omen ist.

George Clooney beweist auch als Investor ein glückliches Händchen. Für etwa 1 Mrd. Dollar verkaufen er und seine Partner den Tequila-Hersteller „Casamigos“ an den Spirituosenkonzern Diageo. Ein Drittel der Summe dürfte auf Clooneys Konto landen. (Foto: Werbung mit Clooney aus dem Jahr 2015)