BlockchainOnecoin: Neuigkeiten beim bisher größten Kryptobetrug

Ruja Ignatova, die „Krypto-Queen“Screenshot/Youtube

Der Onecoin-Geldwäscher Mark Scott wollte sich noch einmal etwas gönnen. Anfang März wurde er beim Essengehen mit seinen Bodyguards in Florida beobachtet. „Living the high life“, schrieb das Investigativportal Inner City Press dazu. Doch die Freiheit währte nicht lang. Erst wurde der Anwalt in Gefängnis geordert, nun ist er wegen der Corona-Pandemie zurück im Hausarrest. Für den 14. Juli ist die Urteilsverkündung angesetzt. Scott wird wohl das erste Mitglied der Onecoin-Riege sein, das zu einer längeren Haftstrafe verurteilt wird.

Weitere werden ihm bald folgen: Konstantin Ignatov, der spätere Chef von Onecoin und Bruder der „Krypto-Queen“, kooperiert mit den US-Behörden. Nach und nach sagt er gegen die Onecoin-Mitarbeiter aus. Nun wurde auch noch bekannt, dass der Mitgründer der angeblichen Kryptowährung, Sebastian Greenwood, vermutlich schon seit zwei Jahren in den USA in Haft sitzt. In Deutschland widmet sich derweil die Staatsanwaltschaft Bielefeld den Hintermännern eines Grevener Unternehmens, das monatelang Zahlungen von Onecoin-Anlegern aus Deutschland und dem Ausland entgegengenommen hat.

Zwischen Anfang 2015 und Oktober 2016 hatten Onecoin-Investoren über 3,3 Mrd. Euro in die angebliche Kryptowährung gesteckt, danach vermutlich weitere Milliarden. Das Versprechen: Onecoin sollte das nächste Bitcoin werden und seinen Investoren das schnelle Geld bringen. Der Wert der Währung stieg angeblich rasend schnell: von 50 Cent im Januar 2015 auf 29,95 Euro vier Jahre später. Doch in Wirklichkeit ist die Währung wertlos. Die Gründerin Ruja Ingatova verschwand 2017. Es ist der vermutlich größte Kryptoskandal aller Zeiten.

Die komplette Story lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.