Start-upsJoonko: Wie das deutsche Fintech-Prestigeprojekt scheiterte

Carolin Gabor war in der Finleap-Geschäftsführung und baut nun das Venture Joonko auf.Unternehmen

Jeden Freitag traf sich das Team zum All-Hands-Meeting. Die Stimmung war gut in den vergangenen Monaten, die Unternehmensführung des Start-ups Joonko verkündete ambitionierte Pläne, erzählte von großen Werbekampagnen. Bei den Kfz-Versicherungen, dem ersten Geschäftsbereich der jungen Vergleichsplattform, ging es in den Endspurt – bis zum 30. November lief die Wechselsaison.

Zum Durchbruch fehlte nur noch eine Unterschrift. Die bräuchte es noch, um die nächste Finanzierungsrunde abzuschließen, hieß es intern. 15 Mio. Euro sollten dabei in das Start-up fließen, um das aggressive Wachstum weiter zu finanzieren. Bei den angekündigten Plänen sei das frische Kapital bereits einkalkuliert worden, heißt es aus dem Firmenumfeld. Schon Ende August kursierte in der Firma die frohe Botschaft, die fehlende Unterschrift würde es bald geben.

Doch ungefähr Mitte Oktober war dann keine Rede mehr von einer Finanzierungsrunde. „Ich merkte, dass sich im Hintergrund etwas tat“, erzählt ein Insider. Innerhalb von Tagen spitzte sich die Lage zu. Am Vormittag des 27. Oktobers verschickte Joonko-Chefin Carolin Gabor schließlich eine Mail an die Partner der Firma und teilte den etwa 40 Mitarbeitern mit: Die Finanzierungsrunde war geplatzt, Joonko werde eingestellt.

Neue Details über das schnelle Ende, die aktuellen Verkaufsversuche und die Zukunft von Carolin Gabor lesen Sie heute auf Finance Forward, dem Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.