InflationDie EU-Länder mit der höchsten Inflation im April

In keinem Land der EU lag die Inflationsrate im April höher als in Tschechien. Eurostat ermittelte einen Wert von 3,3 Prozent. Das war elfmal so hoch wie der Durchschnitt für die Euroländer. Aber auch in Tschechien weist der Trend nach unten. Die Teuerung ist seit dem Hoch von 3,8 Prozent im Januar stetig gesunken. Den EU-weit niedrigsten Inflationswert wies im April Slowenien mit minus 1,3 Prozent auf. Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Die Inflation ist in der Covid-19-Pandemie auf dem Rückzug. Die Teuerungsrate sank in der Europäischen Union im April 2020 auf nur noch 0,7 Prozent. Das waren 1,2 Prozentpunkte weniger als im April 2019, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im Euroraum lag die Inflation im April, dem ersten vollen Monat seit Verhängung staatlicher Schutzmaßnahmen, sogar nur bei 0,3 Prozent. Damit setzte sich der Trend seit Jahresbeginn fort. Im Januar 2020 hatte die Inflationsrate in der Europäischen Union noch bei 1,7 Prozent gelegen. Im März sank der Wert auf 1,2 Prozent.

Inflation sinkt in Europa

Hauptgrund für die sinkende Inflationsrate ist der Preisverfall beim Mineralöl. Verbraucher zahlten im Euroraum zuletzt fast ein Zehntel (minus 9,7 Prozent) weniger für Energie als im April 2019. Ohne Energie hätte die Teuerungsrate bei 1,4 statt 0,3 Prozent gelegen, wie Eurostat mitteilte. Allerdings profitieren nicht alle Bürger Europas gleichermaßen von niedrigeren Preisen. 11 der 27 EU-Mitgliedsländer lagen über dem Durchschnittswert. Dazu gehörte auch Deutschland. Beim Spitzenreiter dieser Liste war die Inflation fast fünfmal so hoch wie im EU-Mittel.

Diese Länder haben während der Corona-Krise bislang die höchsten Inflationsraten in der EU.