Lucas Flöther „Bei der Abwicklung von Air Berlin gibt es viele Überraschungen“

Air Berlin hat am 15. August 2017 Insolvenz angemeldet. Für einige Wochen lief der Flugbetrieb weiter. Ende Oktober 2017 landete die letzte Maschine auf dem früheren Flughafen Berlin-Tegel
Air Berlin hat am 15. August 2017 Insolvenz angemeldet. Für einige Wochen lief der Flugbetrieb weiter. Ende Oktober 2017 landete die letzte Maschine auf dem früheren Flughafen Berlin-Tegel
© Pixabay
Vor fünf Jahren hat Air Berlin Insolvenz angemeldet. Mit 1,3 Mio. Gläubigern gilt das Verfahren als eines der größten in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Abwicklung wird voraussichtlich weitere fünf Jahre dauern. Insolvenzverwalter Lucas Flöther zieht im Capital-Interview eine Zwischenbilanz

Fast 40 Jahre lang ist Air Berlin geflogen. Die Geschichte der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft neben der Lufthansa war geprägt von exzentrischen Haudegen wie dem Gründer und ehemaligen US-Piloten Kim Lundgren und dem späteren Gesellschafter und obersten Strippenzieher Joachim Hunold. Sie haben Air Berlin vom kleinen Lufttaxi des damals noch geteilten Berlins zum erfolgreichen Mallorca-Shuttle und europäischen Charter- und Linienfluganbieter ausgebaut. Ein maßloser Expansionsdrang mit Übernahmen von Wettbewerbern wie LTU und DBA samt Börsengang in London hat das Management und Unternehmen überfordert. Am 15. August 2017 musste der damalige Vorstandsvorsitzende Thomas Winkelmann Insolvenz anmelden.

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