ManagementWie eine Firmengründung zum Erfolg wird

Eine Frau sitzt vor ihrem Notebook und schaut zur Seite
Für die Gründung einer Firma braucht es mehr als nur eine IdeeUnsplash/rawpixel.com

Für die Gründung einer Firma und ihren Aufbau gibt es sicherlich Branchen-spezifische Eckdaten und Gegebenheiten, die zu beachten sind. Es ist definitiv ein Unterschied, ob man eine Software-Firma gründet, die normalerweise mit geringem Startkapital auskommt und relativ schnell marktreife Produkte entwickeln kann oder eine Biotech-Firma, die Medikamente entwickelt, und Millionen an Kapital benötigt und bei der eine langfristige Finanzierung von Anfang an ein zentrales Thema ist. Beide Branchen sind aus heutiger Sicht Zukunftsbranchen. Abgesehen von Branchen-spezifischen Herausforderungen scheint es aber gemeinsame Schritte zu geben, die bei Gründungen zum Erfolg führen. Diese kann man so zusammenfassen:

  • Entwickle eine Vision,
  • glaube daran,
  • arbeite dafür,
  • ….und du kannst alles erreichen, was du willst.

Entwickle eine Vision

Das klingt zunächst wenig konkret. Aber man sollte Visionen in diesem Zusammenhang nicht mit Tagträumen verwechseln: „Visionen sind mehr als Träume, weil sie argumentativ und rational unterlegbar sind, auch wenn sie aufgrund des langen Zeithorizonts nicht die Präzision strategischer Planungen aufweisen. Nirgends wird sich in einem Verein, einer Partei oder einem Betrieb irgendetwas Positives entwickeln, was nicht in den Köpfen der handelnden Personen vorausgedacht worden ist“, so Reinhold Würth.

Die Vision muss die Frage des „Warum“ beantworten, beispielsweise: Warum soll die Firma gegründet werden? Was kann diese Firma tun, das andere nicht können, welchen Markt kann sie bedienen, den andere nicht bedienen können oder den es noch gar nicht gibt? Welchen Bedarf gibt es für die angedachten Produkte? Welche langfristigen Entwicklungen sind zu erwarten und wie kann die Firma sie bedienen?

Glaube daran

Wenn klar ist, warum die Firma gegründet werden soll, wenn die Vision entwickelt ist und die Ziele der Firma, ihre Mission definiert sind, kommt die Phase, in der sehr viel Planung nötig ist. Und nur wenn die Vision rational und mit Argumenten unterlegbar ist, wird man ebenso rational – und erfolgreich – an die Planung der Umsetzung gehen können und daran glauben können, dass die Vision auch realisierbar ist.

Hier stellen sich Fragen wie zum Beispiel: Welche Mitarbeiter braucht die Firma? Wie viele Mitarbeiter werden benötigt? Wo soll die Firma angesiedelt sein und welche Räume werden gebraucht? Wie soll die Firma heißen? Soll sie Forschung und Entwicklung betreiben oder nur mit fertigen Produkten handeln? Welcher Finanzierungsbedarf besteht? In welchen Schritten wird die Finanzierung benötigt, um die Firma aufzubauen? Etc, etc.

In Fällen, in denen ein Unternehmen entstehen soll, das einen hohen Finanzierungsbedarf hat, ist sehr früh sicherzustellen, dass eine ausreichende Finanzierung auch erfolgt. Dies bedeutet, dass man Geldgeber finden muss, die ebenfalls an die Vision glauben. Es ist hilfreich, wenn die Investoren Kenntnisse über die Branche mitbringen, es wird aber auch die Erklärung von speziellen Gegebenheiten des zu gründenden Unternehmens wichtig sein. Auch vor den Augen der Investoren muss ein realistisches, glaubhaftes und attraktives Bild des zu gründenden Unternehmens entstehen. Je realistischer Chancen und die Risiken dargestellt werden, je besser begründet werden kann, warum die Firmengründung sinnvoll und erfolgversprechend ist, umso eher werden Investoren zu motivieren sein und ihrerseits an die Vision glauben. Soweit zu dem Planungszeitpunkt möglich, sind begründete und durch Zahlen gestützte Voraussagen nötig bezüglich der Entwicklungszeiträume, der Meilensteine, des daraus abgeleitet des Finanzierungsvolumens, der Finanzierungsdauer, aber auch der geplanten Mitarbeiterzahlen und des Standorts.