Büroleben4 Fehler bei der Urlaubsplanung im Job

Symbolbild Urlaubsplanung
Symbolbild Urlaubsplanungdpa

Bei aller Liebe zum Job: Der Urlaub ist meist die schönste Zeit des Jahres. Angestellten ist diese Erholungszeit gesetzlich verbrieft. Mindestens vier Wochen sind pro Jahr vorgeschrieben. Nur wann und wie der Urlaub genommen werden darf, darüber gibt es in Firmen regelmäßig Streit. Kollegen konkurrieren um die beliebtesten Wochen, der Chef grätscht in letzter Minute dazwischen – der Weg zum Traumurlaub kann steinig sein. Wer aber diese Fehler bei der Urlaubsplanung vermeidet, hat beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf.

#1 Nichts Schriftliches

Die Chefin hat Ihren Urlaub genehmigt? Wunderbar. Aber haben Sie das auch schriftlich? Normalerweise ist natürlich auf das Wort des Vorgesetzten Verlass. Im Ernstfall sollten Sie aber in der Lage sein, die Urlaubszusage nachzuweisen. Das gilt beispielsweise für den Fall, dass der Urlaub plötzlich gestrichen wird – etwa, weil die Firma unerwartet einen großen Auftrag hereinbekommen hat. „Der Arbeitgeber hat nur in Ausnahmefällen ein Recht, den genehmigten Urlaub zu widerrufen“, heißt es dazu bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. „Dann muss er aber auch ohne besondere Vereinbarung die dem Arbeitnehmer entstandenen Kosten für die Verlegung oder Absage des Urlaubs erstatten.“

#2 Zu lange abwarten

Insbesondere Menschen mit schulpflichtigen Kindern sind in ihrer Urlaubsplanung zeitlich stark eingeschränkt. Umso beliebter sind die Schulferienwochen in der Belegschaft. Hier gilt oft: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer sich die Sommerferien der nächsten fünf Jahre reserviert, steht zwar zu Recht als Egoist da. Aber jetzt schon wegen des Sommerurlaubs 2019 vorzufühlen, ist nur klug.

#3 Kein Teamplayer

Beim Thema sollte immer auch beachtet werden: Urlaub ist für ein Unternehmen eine besondere Belastung. Je wertvoller ein Angestellter ist, desto schlechter kann er bei Abwesenheit ersetzt werden. Deshalb ist es nur im eigenen Interesse, die Urlaubsplanung mit den Kollegen abzustimmen. Wer hier auf stur schaltet und exakt denselben Zeitraum will wie der Mitarbeiter, der einen vertreten soll, überlässt letztlich der Vorgesetzten das letzte Wort. Besser ist es, einen Kompromiss zu finden. Der kann auch so aussehen, dass sich die Kollegen bei der freien Urlaubswahl im Jahrestakt abwechseln. Im besten Fall ist einer versessen auf den Skiurlaub, während der andere unbedingt im August an die Ostsee will.

#4 Urlaub verfallen lassen

Leider machen viele Angestellte in einem Kalenderjahr nicht so viel Urlaub wie sie dürften. Das ist grundsätzlich erst einmal kein Problem. Nicht genommene Urlaubstage können auf das folgende Jahr übertragen werden. Das ist aber kein Automatismus und muss mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Ganz wichtig: Übertragene Urlaubstage verfallen laut Gesetz am 31. März des Folgejahres (falls der Tarifvertrag nichts anderes sagt). Betroffene sollten deshalb spätestens zum Jahresende überlegen, wann sie die Überhangstage nehmen wollen. Denn in den ersten drei Monaten müssen vermutlich noch einige andere Kollegen Urlaub abbauen.