GehaltSo hoch fallen Boni in deutschen Unternehmen aus

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Bonuszahlungen umweht ein Hauch von Lottogewinn und Goldgräberstimmung. Dabei sind die vermeintlich guten Gaben der Geschäftsführung knallhartes Kalkül und fester Bestandteil der Gehaltsstruktur des Unternehmens. Trotzdem sorgen Boni immer wieder für Aufsehen. Gerade berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Tesla-Chef Elon Musk dank des Höhenflugs des Autobauers mit Extrazahlungen in Höhe von 346 Mio. US-Dollar rechnen kann – und das sei bloß die erste Tranche.

Boni geben auch Anlass für negative Schlagzeilen. Die Deutsche Bank machte das fünfte Jahr in Folge Verlust. Der Vorstand gönnt sich dennoch satte Boni von insgesamt über 13 Mio. Euro. Das ist zwar laut „Süddeutscher Zeitung“ ungefähr die Hälfte der Summe des Vorjahres. Aber für viele Beobachter hätten die Top-Manager angesichts der Bilanz 2019 gar keine Belohnung verdient.

Diese Boni zahlen Unternehmen

Die Deutsche Bank wird trotz der Krise laut dem Bericht vermutlich mehr als eine Milliarde Boni an die Mitarbeiter auszahlen. „Wie immer aus Angst, dass diese andernfalls scharenweise das Weite suchen“, meint die SZ. Aber wie hoch fallen die Boni in Zeiten des Fachkräftemangels aus? „Bild.de“ hatte dazu im März 2019 bei großen deutschen Konzernen nach den Zahlen für 2018 gefragt. Die Daten sind also nicht taufrisch, geben aber einen Eindruck davon, was Facharbeiter an Sonderzahlungen erwarten können.

So hoch fielen die Boni 2018 laut „Bild.de“ aus:

  • Porsche: 9000 Euro plus 700 Euro als Beitrag zur Altersvorsorge
  • Volkswagen: 4750 Euro
  • Bosch: 54 Prozent eines Monatsgehalts (durchschnittlich 2652 Euro)
  • Daimler: 4965 Euro
  • Deutsche Bank: je nach individueller Leistung
  • Bayer: abhängig von Leistung des Mitarbeiters und des Konzerns
  • Allianz: Mitarbeiter, die keine Führungskräfte sind, erhalten 95 Prozent des Brutto-Monatsgehalts
  • Audi: 3630 Euro
  • BMW: 9175 Euro
  • BASF: abhängig von Gehaltsgruppe und persönlicher Leistung. „Ein tariflich angestellter Chemikant (Arbeiter, der die Produktion überwacht) bekommt 5729 Euro brutto“, berichtete „Bild.de“.