Anleitung zum Helfen Party für Ukrainer

Unternehmer Philipp Depiereux
Unternehmer Philipp Depiereux
© privat
Flucht aus der Heimat, Ankunft in der Fremde. Eine Party sorgt für etwas Abwechslung und Freude im Leben von Ukrainern und ihren Gastgebern in München  das geht, beschreibt Unternehmer Philipp Depiereux in seinem Online-Tagebuch

„Anleitung zum Helfen“ – ist eine Serie, in der Unternehmer Philipp Depiereux seine Erfahrungen festhält, die er bei seinen Hilfsaktionen für Geflüchtete sammelt. Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat der 44-Jährige zahlreiche Initiativen gestartet, um Menschen auf der Flucht zu helfen. Er berichtet darüber regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen. Allein über das Online-Netzwerk LinkedIn erreicht er damit rund 40.000 Menschen, die ihm folgen. Auszüge dieser persönlichen Protokolle, mit denen Depiereux andere zum Nachmachen animieren möchte, geben wir hier wieder.

300 Ukrainerinnen und Ukrainer und deren Hosts in befreiter Partylaune: ein unfassbarer schöner Abend in München.

Das Leid, die Angst um die Lieben, die in der Ukraine geblieben sind, die Unsicherheit vor der Zukunft. Das alles in möglichst vielen Augenblicken vergessen machen und die Freude und den Spaß in die Gesichter und Herzen der Menschen zurückholen, das ist unser aller Aufgabe in dieser dunklen Zeit. Dem grandiosen Team von Tech meets Art ist das an einem Abend Ende März mehr als gelungen. Im Münchner Veranstaltungshaus Nachtkantine wurde zusammen gegessen, getrunken, gesungen, geklatscht und kommuniziert - auch mit Händen und Füssen, via Übersetzungs-App oder einfach nur mit einem Lächeln. Der Abend wurde grandios musikalisch begleitet und die positive Stimmung, die Hoffnung auf eine bessere Zeit, auf den Frieden und die Dankbarkeit war deutlich zu spüren.

Ein Partyabend für Menschen aus der Ukraine und ihre Gastgeber in München
Ein Partyabend für Menschen aus der Ukraine und ihre Gastgeber in München
© Tech meets Art

Ich sah tanzende und rumlaufende kleine Kinder, Jugendliche, singende Omis und Opis, klatschende und ratschende Mamis und auch ein paar Papis.  Überall glückliche Gesichter und offene Herzen. Der Eintritt war für alle frei. Es wurden keine Spenden eingesammelt und die Veranstaltung war nach wenigen Tagen ausverkauft.

Und was braucht es, um einen solchen Abend auszurichten? Meiner Meinung nach nicht so viel: ein paar engagierte Menschen, einen Veranstaltungsraum, einen Sponsor für Essen und Getränke, lokale Musiker, ein bisschen Organisation und Marketing für die Online-Registrierung, ein paar Servicekräfte vor Ort. Und: viel Liebe und vor allen Dingen Mut. Ich würde mir solche Abende überall in Deutschland für unsere Gäste wünschen!

Philipp Depiereux, 44, kommt aus einer Unternehmerfamilie: sein Großvater hat den Sanitär- und Heizungstechnikkonzern Viega gegründet. Depiereux hat die Digital- und Innovationsberatung Etventure gegründet und elf Jahre lang bis zum Verkauf an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY geführt. Er ist Mitglied im Digitalbeirat des Gipsherstellers Knauff und bei einer Tochtergesellschaft des Kaffeerösters Tchibo. Unter dem Titel „Change Rider“ veranstaltet er Diskussionsrunden und Interviews, die als Video- und Podcastformat veröffentlicht werden.


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