Meine erste MillionNatascha Wegelin: „Bei Geld geht es um das Mindset“

Seit 2017 betreibt Natascha Wegelin den Finanzblog "madamemoneypenny.de"Jacqueline Häußler

Als „Finfluencerin“ – also Finanz-Bloggerin – ist Natascha Wegelin alias „Madame Moneypenny“ deutschlandweit bekannt. Ihr Geld-Know-how bringt sie mit ihrem Team aus sechs Frauen über Podcasts, Kurse und zuletzt auch ein Buch unter die Leute.

2012 gründete die damals 26-Jährige ihr erstes Unternehmen „wg-suche.de“ und war plötzlich Geschäftsführerin. „Dann ging es um das Thema Rente“, sagt Wegelin im Podcast „Meine erste Million“. Sie entschied sich gegen die gesetzliche Rentenversicherung und schloss eine private Altersvorsorge bei einer Beraterin ab. Was genau sie dort unterschrieb, wurde ihr erst nach Verlusten im unteren fünfstelligen Bereich klar. Wegelin beschloss, sich das Wissen selbst anzueignen, weil das Vertrauen zu Beratern nach den schlechten Erfahrungen zerstört war. Beim Thema Finanzen gebe es „eine große Lücke, gerade bei Frauen“, sagt Wegelin im Gespräch mit Podcast-Host Ronja von Rönne. Oft würden Finanzfragen komplizierter dargestellt als sie eigentlich seien. Vielen Frauen fehle das nötige Selbstbewusstsein, um sich selbst damit näher auseinanderzusetzen.

Reiche Menschen denken anders über Geld

Mit ihrem Blog „Madame Moneypenny“ wollte Natascha Wegelin das ändern. Auf die eigene Einstellung zum Geld komme es an. „In meinen Posts geht es vor allem um Mindset“, erzählt sie. „Das was wir in unseren Kopf lassen, kommt auch wieder raus.“ Mit reichen Menschen etwa könne sie sich anders über Geld unterhalten, da diese ein „Wachstums-Mindset“ hätten und Geld nicht als „Wurzel allen Übels“ betrachten würden.

Wegelin führt kein Luxusleben. Sie zahle sich „nur“ 60.000 Euro pro Jahr aus, der Rest bleibe im Unternehmen. Mehr brauche sie nicht, um gut zu leben. „Es ist schön, dass ich mir in der Theorie viel leisten kann“, sagt Wegelin. „Aber das heißt ja nicht, dass ich das auch machen muss.“ Nicht mal ein Auto besitzt die 36-Jährige.

Wofür sie tatsächlich gerne Geld ausgibt und welche Rolle die Profi-Aufräumerin Marie Kondo für Wegelins Karriere spielte, erzählt sie in der neuen Folge von „Meine erste Million.“

 


Die legendäre Capital-Interviewserie „Meine erste Million“ gibt es mittlerweile auch als Podcast. Die zweite Staffel erscheint seit dem 20. April wöchentlich am Dienstag. Die gesamte Staffel mit 12 Folgen kostet 9,95 Euro. Für Audible-Abonnenten ist sie kostenlos. Auf Capital+ können Sie sich die einzelnen Folgen ebenfalls kostenlos anhören. Gäste der neuen Staffel sind unter anderem Harald Christ, Claudia Obert, Hamid Djadda, die Beltracchis, Madame Moneypenny und Benjamin von Stuckrad-Barre.

Hören Sie hier den Trailer zum Podcast: