UnternehmensberaterMcKinsey ist die produktivste Gründerschmiede

Sophie Chung war McKinsey-Beraterin, bevor sie Qunomedical gründetePatrick Desbrosses

Die Beratungsfirma McKinsey bringt in Deutschland im Vergleich zu ihren Konkurrenten sowohl die meisten als auch die erfolgreichsten Gründer hervor. Das zeigt eine Capital-Analyse (Ausgabe 10/2018, EVT. 20. September), die auf der Grundlage von Daten des Karriere-Netzwerks Linkedin durchgeführt wurde. 211 Start-up-Gründer in Deutschland haben demnach vorher bei McKinsey gearbeitet, 137 beim Konkurrenten BCG. Von Roland Berger kommen 94 Start-up-Gründer, von Bain 77.

Cover der Oktober-Ausgabe von Capital
Cover der Oktober-Ausgabe von Capital

Von McKinsey kommen nicht nur insgesamt die meisten Start-up-Gründer, sondern auch die größte Zahl an Top-Entrepreneuren, wenn als Maßstab dafür die Menge des eingeworbenen Kapitals gilt. Das hat eine Studie der Berliner Hochschule für Technologie und Wirtschaft ergeben, aus der Capital vorab zitiert. Die Wissenschaftler Julian Kawohl und Julia Heinrichs haben dafür die Lebensläufe der 100 bestfinanzierten Gründer in Deutschland ausgewertet.

Der häufigste Ex-Arbeitgeber dieser Gründer-Elite ist McKinsey (zwölf Prozent), womit sich die Beratung sogar vor der Start-up-Fabrik Rocket Internet (zehn Prozent) platzierte. Es folgen BCG (sieben Prozent), Deutsche Bank und Goldman Sachs (je fünf Prozent). Insgesamt waren knapp 20 Prozent der Top-Entrepreneure zuvor in Beratungen aktiv.