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Social Media Diese Banken und CEOs haben bei Linkedin die meisten Follower

Auf einem Handy ist die App des Karrierenetzwerks LinkedIn geöffnet
Unternehmen nutzen das Karrierenetzwerk LinkedIn genauso wie Mitarbeitende
© IMAGO / YAY Images
Fast alle großen Unternehmen haben Profile auf Instagram, Twitter oder Facebook. Eine exklusive Analyse zeigt, wie die Vorstände der 25 größten Banken in Deutschland und ihre CEOs auf dem Karrierenetzwerk Linkedin abschneiden – und welcher Vorstandsvorsitzende noch keinen Account hat

Schnöde Pressemitteilung war gestern. Wer heute als Unternehmen etwas auf sich hält, hat eigene Social-Media-Kanäle und ein Team, das sich ausschließlich um den medialen Auftritt auf Linkedin, Instagram, Twitter oder Facebook kümmert. Die Beratungsagentur Digital8 hat untersucht, wie das beim Zielpublikum ankommt.

Dafür werteten die Experten aus, wie viele Followerinnen und Follower die Vorstandsteams der 25 größten deutschen Banken nach Bilanzsumme auf dem Karrierenetzwerk Linkedin haben. Außerdem untersuchten sie, wie viele Menschen den jeweiligen Bank-CEOs folgen. Die Ergebnisse liegen Capital exklusiv vor.

Bei den Vorstandsteams hat demnach die Deutsche Bank als größtes Haus die Nase vorn. Von den zehn Vorständen sind neun mit einem eigenen Account auf dem Karrierenetzwerk Linkedin vertreten. Insgesamt folgen ihnen dort 51.100 User – so viele wie sonst keinem.

Oft weniger als 10.000 Follower

Auf Platz zwei landet – weit abgeschlagen – die Commerzbank. Ihre Vorstände kommen bei Linkedin insgesamt auf 11.900 Followerinnen und Follower. Alle sieben Vorständinnen und Vorstände haben sich ein eigenes Profil eingerichtet. Platz drei im Ranking ist doppelt belegt: Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Hypovereinsbank teilen sich den Rang mit jeweils 11.800 Followern.

Platz vier geht an die Vorstände der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), denen 11.500 Menschen folgen. Den fünften Rang kann die Direktbank ING (10.700 Follower) für sich reklamieren. Danach geht es mit der Anzahl der Follower rapide abwärts. Im Mittelfeld des Rankings liegen die Zahlen deutlich unter der Marke von 10.000: Dem Vorstandsgremium der DKB auf Platz sieben etwa folgen 7900 Menschen. Platz neun machen die Managerinnen und Manager der Citigroup (7400 Follower), Platz zehn Santander (6800 Follower) und Platz elf geht an die US-Großbank JP Morgan (6100 Follower). Am Ende der Rangliste stehen die NRW.Bank und die DZ Bank (beide Platz 23, je 800 Follower). Schlusslicht ist das Dreier-Vorstandsgespann der Immobilien- und Pfandbriefbank DZ Hyp (400 Followerinnen).

Bei den Vorstandsvorsitzenden – allesamt Männer – zeigt sich ein anderes Bild. Hier sind CEOs kleinerer Banken oft deutlich erfolgreicher unterwegs, weshalb Digital8-Chef Jonas Sowa sagt: „Eine signifikante Abhängigkeit der Followeranzahl zur Unternehmensgröße zeigen unsere Daten nicht.“ Am erfolgreichsten präsentiert sich Hypovereinsbank-CEO Michael Diederich. Ihm folgen auf Linkedin 5900 Menschen. Platz zwei macht Rainer Neske von der LBBW mit 5300 Followern, Rang drei geht an Manfred Knof von der Commerzbank (4500 Follower).

Sewing hat keinen Account

Michael Diederich habe das, was man eigentlich von jedem CEO erwarten sollte, sagt Sowa – ein vollständiges Profil, professionell aufgesetzt und gemanagt. Er poste regelmäßig, etwa einmal pro Woche. „Seine Posts wirken allerdings fast schon zu professionell, das geht dann zu Lasten der Authentizität.“

Überraschend ist, dass ausgerechnet die Chefs der beiden größten Häuser keinen eigenen Account auf Linkedin haben. Weder Christian Sewing von der Deutschen Bank noch die beiden DZ Bank-Chefs Uwe Fröhlich und Cornelius Riese bespielen die Plattform. Viele Vorstandsvorsitzende hätten das Potential von Social Media als Kommunikationskanal noch nicht als „Chef-Sache“ erkannt, sagt Sowa. Und wenn, dann werde „der Job zu oft noch anderen überlassen oder auf das Mindestmaß beschränkt“.


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