UmfrageHomeoffice und Meetings: die neue Corona-Normalität

Sieht so die Neue Normalität aus: In der Corona-Krise wurde das Homeoffice zur Selbstverständlichkeitimago images / Hans Lucas

Die Corona-Pandemie scheint die Arbeitswelt in Deutschland dauerhaft zu verändern. Homeoffice wurde zwangsläufig von der Ausnahme zum Alltag. Zwar kehren immer mehr Berufstätige in die Büros zurück. Viele Firmen aber, darunter Google, planen bis weit ins nächste Jahr mit Homeoffice. Das könnte sich permanent als neue Normalität etablieren. Eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half legt den Schluss nahe, dass viele Büroangestellte nach dem erfolgreichen Selbstversuch nicht mehr auf Heimarbeit verzichten wollen.

Homeoffice immer beliebter

Für die Online-Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 6. Mai bis 12. Juni 2020 mehr als 550 Büroangestellten in Deutschland über 18 Jahren befragt. Sie hatten das über ihre neue Arbeitswelt in Corona-Zeiten zu sagen:

  • Rund 84 Prozent wünschten sich von ihrem Unternehmen die Zusage, auch künftig von zu Hause aus arbeiten zu können.
  • 56 Prozent fanden, dass sich durch das Arbeiten im Homeoffice ihre Work-Life-Balance verbessert hat.
  • 52 Prozent haben festgestellt, dass ihr Job auch von zu Hause aus machbar ist.
  • 41 Prozent der Befragten hielten es für sehr wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin im Homeoffice arbeiten werden.
  • 28 Prozent konnten es sich hingegen nicht vorstellen, künftig weiter im Homeoffice zu sein.
  • Heimarbeit ist aber nicht unbedingt gut für das „Betriebsklima“. Nur eine kleine Minderheit der Befragten fand, dass sich die Beziehungen zu Kollegen (neun Prozent) und Vorgesetzten (sechs Prozent) verbessert hat.

So verändert Corona das Arbeitsleben

Auch die Einstellung zu früher selbstverständlichen Teilen des Berufslebens wie Meetings oder Geschäftsreisen hat sich laut der Umfrage grundlegend verändert:

  • 70 Prozent der Befragten wollten künftig das Händeschütteln mit anderen Personen überdenken.
  • Ebenfalls 70 Prozent verzichteten in der nahen Zukunft lieber auf persönliche Treffen und setzen auf Anrufe oder E-Mails.
  • 53 Prozent sahen Geschäftsreisen bis etwa Ende 2020 kritisch.
  • Dasselbe galt für 51 Prozent der Befragten, wenn es um die Teilnahme an Veranstaltungen ging.

 


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