KarriereDas wünscht sich die Gen Z von ihrem Job

Symbolbild Generation ZGetty Images

Die sogenannte Generation Z geht an die Wahl des Arbeitsplatzes scheinbar ähnlich heran wie an eine Beziehung. Zumindest liest sich das Ranking für die Präferenzen der unter 25-Jährigen an der Spitze eher wie ein Dating-Profil als eine Stellenausschreibung, wie eine Umfrage zum Thema „Future of Work“ des Onlineportals Zenjob.de ergab. Demnach wünschen sich junge Menschen von ihrem Arbeitgeber an erster Stelle Ehrlichkeit und offene Kommunikation.

Platz zwei ist mit Gehalt indes klassisch besetzt. Es folgen: Offenheit für neue Ideen und Konzepte, Möglichkeit zur Weiterbildung und professionelles Training, nachhaltiges Handeln und soziales Engagement. Weniger wichtig waren Diversität in der Belegschaft, flache Hierarchien und regelmäßige Firmenfeiern.

Bei den Ansprüchen der Gen Z an den Arbeitsplatz stehen die Vereinbarkeit mit dem Privatleben, Flexibilität und persönliche Identifikation auf den oberen Plätzen des Rankings, gefolgt von vielfältige Arbeitsaufgaben und Arbeitsplatzsicherheit. Die Aspekte digital und fortschrittlich (Rang sechs) waren nur für 23,6 Prozent der Befragten relevant.

Lieber Mittelstand als Start-up

Unterdessen ist das Work-Life-Balance-Verständnis der Gen Z ambivalent – und könnte am Arbeitsplatz zu Missverständnissen führen. So wollen 78 Prozent der Befragten zwar Berufliches und Privates trennen. 70 Prozent haben indes kein Problem damit, im Urlaub erreichbar zu sein. 83 Prozent wollen sich ihre Arbeitszeit selber einteilen und im eigenen Rhythmus arbeiten. Jeder Zweite gab aber auch an, dass dies in der Praxis nicht gelinge. Die andere Hälfte wünschte sich hier Mentoring von Unternehmen.

Etwas überraschend zieht die Gen Z die Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen (32 Prozent) einem Job in einem Start-up vor (25 Prozent). Ebenfalls für ein Viertel ist die Selbstständigkeit die ideale Arbeitsform. Für einen Großkonzern würde sich nur rund ein Fünftel entscheiden.

 


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