Karriere4 Fragen, die man sich vor einer Kündigung stellen sollte

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Symbolbild JobwechselTumisu auf Pixabay

Wenn Menschen im Film spontan und wütend ihre Unterlagen dem Chef auf den Schreibtisch knallen, aus dem Raum laufen und dabei rufen: „Ich kündige!“, dann mag das beeindruckend stark wirken. Tatsächlich ist das Kündigen als Kurzschlussreaktion im echten Leben keine gute Idee. Erst sollte man sich Gedanken über die folgenden Fragen machen.

Warum will ich überhaupt kündigen?

Es gibt viele Gründe, seine Arbeitsstelle zu verlassen. Mal fühlt man sich unterfordert und sieht zu wenige Entwicklungschancen. Mal ist die Stimmung im Team oder die Beziehung zu den Vorgesetzten schlecht. Und wieder ein anderes Mal entspricht die Bezahlung nicht den Vorstellungen. Wenn das nur ein ungutes Gefühl ist, das Sie am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit überkommt, dann sollten Sie sich vor einer Kündigung gründlich überlegen, woher dieses Unwohlsein kommt. Denn je nach Problem, unterscheiden sich auch die Möglichkeiten, etwas zu ändern.

Kann ich meine Ziele durch eine Kündigung erreichen?

Diese Frage hängt stark mit der ersten zusammen. Wenn Sie wissen, warum Sie Ihren Job wechseln wollen, können Sie sich überlegen, was für Alternativen es gibt, um Ihr Problem zu lösen. Bei fehlender Förderung könnte man sich nach Bildungsangeboten umschauen, bei unsympathischen Kollegen kann man vielleicht auch innerhalb des Unternehmens die Abteilung wechseln. Bevor Sie kündigen, sollten Sie wissen, ob das Problem, das Sie bei der aktuellen Stelle haben, mit einer Kündigung gelöst werden kann. Wenn die Gehaltsaussichten in anderen Jobs genauso schlecht sind, sollte man vielleicht besser Weiterbildungen machen, die zu einer Beförderung führen, als zu kündigen.

Welche Kündigungsfrist habe ich?

Wenn Sie sich mit Ihrer Entscheidung sicher sind, müssen organisatorische Fragen angegangen werden. Die erste ist ziemlich selbsterklärend: Wie lange müssen Sie laut Vertrag noch im Unternehmen bleiben? Wenn das beantwortet ist, können Sie sich nach alternativen Stellen umschauen oder planen, was sie sonst vorhaben. Und dann zeitlich passend die Kündigung einreichen.

Was muss ich vor meinem Abgang noch regeln?

Entscheidend ist aber nicht nur die offizielle Frist, sondern auch, was Sie im aktuellen Job noch zu erledigen haben. Gibt es angefangene Projekte, die Sie fertigstellen wollen? Haben Sie in Ihrer Laufbahn Fehler gemacht, für die Sie sich vor Ihrem Abgang noch entschuldigen wollen? Wie läuft die Übergabe an Ihre Nachfolgerin oder Ihren Nachfolger ab? All solche Fragen müssen geklärt werden, damit Sie entscheiden können, ab wann Sie bereit sind, die Stelle zu verlassen.