Lagebericht-PodcastWelchen Einfluss das Homeoffice auf das Wohnen der Zukunft hat

Sieht so die neue Normalität aus: In der Corona-Krise wurde das Homeoffice zur Selbstverständlichkeitimago images / Hans Lucas

In der Pandemie räumten viele Deutsche ihren Schreibtisch im Büro und arbeiteten stattdessen von zu Hause. Auch nach dem Ende der Pandemie dürfte das Homeoffice für einen Teil der Beschäftigten Realität bleiben. Das hat auch Einfluss darauf, wie die Deutschen auf ihre Wohnverhältnisse schauen, sagt iib-Geschäftsführer Peter Hettenbach. Die Raumgestaltung habe sich zwar schon in der Vergangenheit immer wieder gewandelt, sagt er. Monatelang von zu Hause zu arbeiten habe die Wahrnehmung der eigenen vier Wände aber noch einmal deutlich stärker beeinflusst.

Wie nachhaltig das Homeoffice auf das Wohnen der Zukunft eingewirkt hat, schaut sich Hettenbach deshalb gemeinsam mit Katarina Ivankovic in der neuen Folge des „Lagerbericht“-Podcasts an. Zwar sei die monatelange Heimarbeit in der Pandemie eine Ausnahmesituation, trotzdem sei es nicht vollkommen neu, dass die eigenen vier Wände mehr als nur Wohnraum seien. „Das Thema Zusammenführung von Wohnen und Arbeiten ist ja schon uralt,“ ergänzt Hettenbach und erinnert an frühe Bauernhäuser. Die Trennung sei dagegen erst mit der Industrialisierung gekommen.

Orientierung am amerikanischen Stil

In den 1950er sei schließlich „Boom der Eigenheime“ mit vielen Zimmern und hohen Decken gefolgt, erzählt er weiter. In den 1980ern habe man sich dann mehr und mehr an dem amerikanischen Vorbild des offenen Wohnraums orientiert. Die eigene Wohnung sollte auch ein Ort für Lebensqualität sein, bilanziert Ivankovic. Gerade der zunehmende Bedarf an Wohnraum in Großstädten habe diesen Trend allerdings wieder rückgängig gemacht. Nach und nach habe sich die eigene, oft eher kleine Wohnung, wieder in einen reinen Nutzraum zum Schlafen zurückverwandelt, sagt sie. Der Großteil des Alltags habe sich aber außerhalb dieser Räume abgespielt.

„Dann passiert so etwas wie Corona und man ist in dem Nutzraum eingesperrt“, sagt Ivankovic. Durch die Pandemie hätten viele Menschen daher noch einmal über die eigenen Wohnverhältnisse nachgedacht. Hettenbach rechnet trotzdem damit, dass der Alltag nach Corona wieder zunehmend außerhalb der eigenen vier Wände stattfinde. „Und das Quartier gewinnt an Bedeutung“, ergänzt er. Welche weiteren Wohn-Trends sie für die Zukunft erwarten, erzählen Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach in der aktuellen Folge des „Lageberichts“.

Hören Sie außerdem in der 15. Folge des „Lageberichts“,

  • Was sich bei den Ansprüchen innerhalb der eigenen vier Wände geändert hat
  • Welche gesetzlichen Aspekte das Wohnen künftig beeinflussen könnten

Alle Folgen finden Sie direkt bei Audio NowApple oder Spotify oder via Google.