KapitalmärkteWo die Crash-Angst Anlagechancen eröffnet

Sorgenvolle Blicke: Die Risiken für die Finanzmärkte wachsen
Sorgenvolle Blicke: Die Risiken für die Finanzmärkte wachsendpa

Kennen Sie den Fear and Greed-Index von CNN Money? Bei Feingold Research gehört er zum unbedingten Handwerkszeug, wenn es darum geht, Märkte und Möglichkeiten für Anleger zu analysieren. Am 10. Oktober sprang er Richtung Panik und auch hierzulande hatten Crash-Propheten Hochkonjunktur. Mutige und clevere Investoren nutzen solche Tage zum Einkaufen. Natürlich, das Umfeld hat sich etwas geändert – aber wirklich so stark, dass man von Sorglosigkeit in den Panikmodus wechseln muss?

Im aktuell unsicheren Umfeld hinterfragen viele Finanzprofis ihren Investitionsprozess viel konsequenter als in den Vorjahren, ehe sie sich für eine Anlagestrategie entscheiden. Dabei starten die Experten üblicherweise mit dem Anleihemarkt, bei steigenden Renditen ohnehin. „Wenn die Zinsen stark steigen, belastet das viele hochverschuldete Volkswirtschaften, was Gegenwind für die Konjunktur und damit den Aktienmarkt bedeutet“, sagt Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform Etoro. Im zweiten Schritt rückt der Währungsmarkt in den Fokus: Wenn beispielsweise der Euro gegenüber dem Dollar sinkt, dann verbessern sich die Perspektiven für die Dax-Unternehmen, weil deutsche Produkte in den USA billiger werden, während US-Produkte in der Eurozone teurer werden.

Steigende Ölpreise stützen die Weltwirtschaft

Ein dritter Faktor ist der Rohstoffmarkt. Zwar sind viele Experten der Überzeugung, dass ein steigender Ölpreis die Weltwirtschaft belastet. Die vergangenen Jahre haben allerdings genau das Gegenteil gezeigt, wie Funda Sertkaya, Managing Partner beim Edelmetallhändler Ophirum, erklärt: „Bei steigenden Ölpreisen haben Länder, wie Saudi-Arabien, oder Russland höhere Einnahmen und können damit mehr Produkte aus Deutschland kaufen“. Gleichzeitig investieren US-Fracking-Unternehmen mehr. Steigende Ölpreise stützen also die Weltwirtschaft.

Durch die zunehmende Verschuldung weltweit wachsen die Anlagemöglichkeiten am Anleihemarkt in vielen Ländern. Die USA ist mit einer Gesamtstaatsverschuldung von 21.500 Mrd. Dollar der größte Anleihemarkt. Auf den nächsten Plätzen liegen Staatsanleihen aus Japan mit umgerechnet 9500 Mrd. Dollar, China (4400 Mrd. Dollar), Großbritannien (2800 Mrd. Dollar) und Italien (2300 Mrd. Dollar). Die Benchmark-Anleihen in der Eurozone sind Bundesanleihen. Weil Deutschland keine neuen Schulden macht, emittiert der Bund im dritten Quartal Anleihen im Wert von lediglich 175 Mrd. Euro. Anders in den USA, wo die Verschuldung stark zunimmt und monatlich Anleihen von knapp 900 Mrd. Dollar emittiert werden. Abzüglich der auslaufenden Anleihen sollen laut der Prognose des US-Finanzministeriums die Schulden im dritten Quartal um 273 Mrd. Dollar steigen – deutlich stärker als hierzulande.

Der weltweite Währungsmarkt wird vom Dollar dominiert, der einzigen Weltreservewährung. Das tägliche Handelsvolumen am Währungsmarkt beläuft sich auf rund 5100 Mrd. Dollar, wobei der Dollar bei 88 Prozent der Trades eine Seite des Paars ausmacht. Der Markt ist der einzige, an dem rund um die Uhr gehandelt wird. Zum Vergleich: Die Weltwirtschaft erreichte im Jahr 2017 rund 80.000 Mrd. Dollar, bei 364 Tagen sind das 219,8 Mrd. Dollar pro Tag. Am weltweiten Währungsmarkt wird also täglich das 23,2-Fache der Wirtschaftsleistung gehandelt. Das Trading von Privatanlegern macht rund 5,5 Prozent des Währungsmarkts aus. Euro und US-Dollar sehen wir per saldo in den nächsten Monaten in einem Seitwärtstrend. Für den Inline-Optionsschein DS7M71 ist das Chance-Risiko-Verhältnis – und nur darum geht es für Anleger – attraktiv. 60 Prozent locken für sehr spekulative Anleger, wenn der Euro zwischen 1,09 und 1,21 Dollar bleibt.

Öl und Gold als Aktienalternative

Der wichtigste Schmierstoff für die Weltwirtschaft ist Öl. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der Ölverbrauch im Jahr 2018 um 1,4 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem 2017er-Wert von 97,8 Millionen Barrel pro Tag steigen. In den Folgejahren soll sich das Wachstum auf durchschnittlich 1,2 Millionen abschwächen und im Jahr 2023 rund 104,7 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Unser momentan favorisiertes Investmentprodukt für den Ölmarkt – ein Inlineoptionsschein mit WKN ST5E1J und Barrieren bei 60 und 95 Dollar. Auch im Ölmarkt ist eine Menge Volatilität – dies können sich mutige und spekulative Anleger zunutze machen. Natürlich sind Optionsscheine mit einem Totalverlustrisiko versehen, weshalb jene Papiere immer weniger als ein Prozent ihres Gesamtdepots ausmachen sollten – eine Beimischung eben.

Dies gilt auch für Gold, wo das Momentum ebenso wie bei Silber sehr negativ war in den letzten Monaten. Dies dreht sich aber gerade. Wir favorisieren Gold als Beimischung und empfehlen gegenwärtig den Turbo-Bull DGQ8J3 mit Hebel 3. In Sachen Aktienmarkt verweisen wir auf den Artikel der Vorwoche als wir Ihnen bei einem Dax-Punktestand von 11.600 das Jahr nochmals eröffnet haben. Dies gilt weiterhin, denn die Jahresendrally wartet schon. Crash-Prognosen sind da als antizyklisches Zeichen ganz hervorragend einzuschätzen.