Trotz Zinswende Warum eine Eurokrise 2.0 unwahrscheinlich ist

Mario Draghi 2012, kurz nach seiner legendären „Whatever it takes“-Rede
Mario Draghi 2012, kurz nach seiner legendären „Whatever it takes“-Rede
© IMAGO / photothek
Zehn Jahre nach Mario Draghis „Whatever it takes” steht die EZB vor einem Kurswechsel in der Geldpolitik. Das verspricht die Rückkehr von Sparzinsen, birgt aber auch Risiken für einige Mitglieder der Währungsunion

Es war ein heißer Tag im Juli 2012, als der damalige EZB-Präsident Mario Draghi in London jene magischen Sätze sagte, mit denen er den Euro und mutmaßlich auch unseren Wohlstand rettete. „Whatever it takes“ werde die Notenbank tun, um die Gemeinschaftswährung zusammenzuhalten. Und, um jeden Zweifel an seiner Entschlossenheit auszuräumen: „Be shure, it will be enough.“ Die EZB werde nicht nur alles tun, sie habe auch quasi unendliche Mittel, lautete die Botschaft an Spekulanten. Die wetteten in jenen Tagen auf ein Auseinanderbrechen der Eurozone, diverse Staatspleiten und eine schwere Wirtschaftskrise auch in den wohlhabenden Ländern der Währungsunion wie Deutschland.

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