ExklusivGLS Bank und Oddo BHF: die besten Adressen für die nachhaltige Geldanlage

Symbolbild nachhaltige GeldanlageIMAGO / PhotoAlto

Die genossenschaftliche GLS Bank und die deutsch-französische Privatbank Oddo BHF arbeiten in der privaten Vermögensverwaltung für besonders wohlhabende Kunden mit den überzeugendsten Nachhaltigkeitskonzepten. Dies ist das Ergebnis der ersten gemeinsamen Studie zu dem Thema durch Capital und den Münchner Analyse- und Beratungshäusern Institut für Vermögensaufbau (IVA) und Tetralog (Ausgabe 06/2021, EVT 20. Mai 2021). Ebenfalls auf die vordersten Ränge der Untersuchung schafften es die Hamburger Privatbank Warburg, die Privatbank Merck Finck und die Deutsche Bank.

Die neue Capital erscheint am 20. Mai

Insgesamt nahmen zehn Privatbanken an der Auswertung teil – von 34, die eingeladen worden waren. Hinzu kommen fünf bankunabhängige Vermögensverwalter, die sich das Thema nachhaltige Geldanlage ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben (von insgesamt 23). „Wir sehen hier eine gewisse Positiv-Selektion“, sagt Studienleiter Gabriel Layes vom IVA. Der Untersuchung hätten sich wahrscheinlich nur Anbieter gestellt, die sich ihrer Sache ziemlich sicher gewesen seien. Weil die Regulierung der nachhaltigen Geldanlage und ihre Umsetzung im täglichen Bankgeschäft derzeit noch so im stark im Fluss seien, hätten sich viele Anbieter gegen eine Teilnahme in diesem Jahr entschieden. „Viele haben sich gesagt, dass sie lieber nicht mitmachen, als falsch mitzumachen“, sagte Layes.

Die Studie untersuchte die Angebote anhand von fünf Bewertungskategorien. Zunächst prüften die IVA-Analysten die ESG-Gewichtung in eingereichten Musterportfolios. Im zweiten Schritt bewertete das IVA das Risiko-Rendite-Profil des Portfolios anhand bestimmter Kriterien wie einer möglichst breiten Diversifizierung nach Regionen und Branchen sowie einer Streuung von Einzelwerten. Darüber hinaus werteten die Analysten von Tetralog Fragebögen aus, die die teilnehmenden Banken und Vermögensverwalter einreichen mussten. Die Marktforscher fragten zum Beispiel ab, wie die Bank über ihre ESG- und Anlagephilosophie aufklärt, wie sie ESG-Reportings in ihre Arbeit integriert, wie sie jenseits individueller Beratungsgespräche über das Thema informiert und welches Gewicht sie den ESG-Kriterien in der eigenen Arbeit beimisst.

Die Methode

Ansatz: Die Analysehäuser Institut für Vermögensaufbau (IVA) und Tetralog haben 2021 zum ersten Mal für Capital in einer Umfrage erhoben, wie viel Nachhaltigkeit Kunden mittlerweile von Banken und bankunabhängigen Vermögensverwaltern im Private Wealth Management angeboten bekommen. Dazu wurden 34 Banken und 23 Vermögensverwalter, die sich Angebote zur nachhaltigen Geldanlage auf die Fahnen schreiben, zur Teilnahme aufgefordert. Sie mussten dafür Musterdepots zur Analyse zur Verfügung stellen und einen ausführlichen Fragebogen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien beantworten.

Untersuchung und Methodik: Die Studie untersuchte die Angebote anhand von fünf Bewertungskategorien. Zunächst prüften die IVA-Analysten die ESG-Gewichtung in ein oder zwei eingereichten Musterportfolios, von denen eines ausgewogen und das andere offensiv ausgerichtet sein sollte. Die Portfolios wurden bis auf Wertpapierebene aufgeschlüsselt und mit Hilfe der ESG-Ratings der Finanzdatendienste ISS ESG, CSR Hub und Refinitiv auf ihre Nachhaltigkeit untersucht. Anhand der drei ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) vergeben die Ratinganbieter für Unternehmen und Finanzprodukte bestimmte Punktwerte (Scores), aus denen das IVA wiederum ein sogenanntes Meta-Rating bildete. Diese Kategorie ging zu 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Diversifikation: Im zweiten Schritt bewertete das IVA das Risiko-Rendite-Profil des Portfolios anhand bestimmter Kriterien wie einer möglichst breiten Diversifizierung nach Regionen und Branchen sowie einer Streuung von Einzelwerten. Dieses Ergebnis floss mit einem Gewicht von 20 Prozent in das Ergebnis ein.

Informationen: Darüber hinaus werteten die Analysten von Tetralog die Antworten aus dem Fragebogen aus. Die Marktforscher fragten zum Beispiel ab, wie die Bank über ihre ESG- und Anlagephilosophie aufklärt, wie sie ESG-Reportings in ihre Arbeit integriert und wie sie jenseits individueller Beratungsgespräche über das Thema informiert. Diese Kategorie trug maximal 20 Prozent zum Gesamtergebnis bei.

Eigene Standards: Die Umsetzung von ESG-Kriterien im Unternehmen selbst erhoben IVA und Tetralog ebenfalls über einen Fragebogen zu Themen wie klimafreundliche Dienstreise-Vorgaben, energieeffiziente Räumlichkeiten, Förderung von gesellschaftlichem Engagement, Weiterbildungsmöglichkeiten, Diversität im Kollegium, der Umgang mit Interessenskonflikten und Unternehmensrisiken sowie die Ausübung von Stimmrechten. Auch diese Kategorie wurde mit 20 Prozent gewichtet. Für die letzten zehn Prozent des Gesamtergebnisses waren die Quote an ESG-Produkten im Gesamtportfolio und der Nettozufluss in solche Produkte entscheidend.

Partner: Unsere Kooperationspartner wählen wir sorgfältig aus, um eine besondere Expertise sicherzustellen. Diese Expertise bringt es mit sich, dass unsere Partner, auch das IVA und Tetralog, geschäftliche Beziehungen zu geprüften Unternehmen unterhalten. Selbstverständlich sorgen wir dafür, dass die nötige Neutralität dennoch gewährleistet ist.

Capital-Bewertung und Siegel: Insgesamt konnten Banken und Vermögensverwalter 100 Punkte sammeln. Teilnehmer mit mehr als 75 Punkten erhalten eine Fünf-Sterne-Bewertung, bei einem Ergebnis über 60 Punkten gibt es vier Sterne. Anbieter mit einer Vier- oder Fünf-Sterne-Bewertung haben die Möglichkeit, ein Capital-Siegel zu erwerben und damit für sich zu werben. Genauere Informationen zu den Bedingungen der Siegel finden Sie unter capital.de/siegel