Aktien-TippAktie der Woche: Infineon

Symbolbild AktienchartGetty Images

Vor gut zwei Wochen hatte der Chiphersteller Infineon angekündigt, den US-Konkurrenten Cypress kaufen zu wollen. Das Gesamtvolumen des Deals beläuft sich auf etwa 9 Mrd. Euro. Damit wäre die Transaktion, die unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden steht, der größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte von Infineon. Die Münchner wollen die Übernahme bis Anfang 2020 abschließen.

Infineon finanziert Kauf durch Eigenkapital

Obwohl Infineon dadurch zum Marktführer bei Autochips aufsteigt, reagierten Börsianer skeptisch und schickten die Aktie auf Talfahrt – wohl auch, weil die Münchner ankündigten, die Kaufsumme bis zu 30 Prozent durch neues Eigenkapital zu finanzieren. Dazu wurde nun eine erste Kapitalerhöhung durchgeführt, bei der knapp 113 Millionen neue Aktien zu je 13,70 Euro ausgegeben wurden. Das entspricht einem Abschlag von 4,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs. Vor Kosten und Provisionen fließen Infineon damit 1,55 Mrd. Euro zu. Im Zuge der Kapitalmaßnahme ist die Infineon-Aktie auf ein neues Jahrestief gefallen.

Auf diesem Niveau sollten sowohl die Übernahme und die Kapitalmaßnahme als auch die jüngsten Negativnachrichten aus der Branche eingepreist sein. Etwas mehr Sicherheit als die Aktie bietet ein Capped Bonuszertifikat der HypoVereinsbank. Bei einem Risikopuffer von 29,5 Prozent erlaubt das Papier eine Maximalrendite von 12,9 Prozent.