StudiePrognose: Preise für Immobilien steigen weiter

Immer mehr Menschen wollen in zentraler Lage in der Stadt wohnen. Deshalb steigen die Mieten.
Immer mehr Menschen wollen in zentraler Lage in der Stadt wohnen. Deshalb steigen die Mieten. dpa

Die Preise für Wohnimmobilien steigen weiter, vor allem in und um die urbanen Zentren. Das zeigt der aktuelle Postbank Wohnatlas 2019, für den Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) eine Kaufpreisprognose bis 2030 erstellt haben. Die Experten schätzen, dass unter den sieben größten deutschen Metropolen die jährlichen Preise in München (1,81 Prozent), Düsseldorf (1,09 Prozent) und Köln (0,98 Prozent) am stärksten steigen. Den langsamsten Preisanstieg würden dagegen Frankfurt am Main und Berlin (0,76 Prozent) verzeichnen.

Als Gründe für die steigende Nachfrage identifizieren die Experten vor allem die demografische Entwicklung und die Wirtschaft- und Einkommensentwicklung. So halte der Zuzug in Städte ungehalten an, die Nachfrage übersteige vielerorts das Angebot. Zudem seien Eigentumswohnungen in den Großstädten auch bei Investoren aus dem In- und Ausland gefragt, heißt es von Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft Postbank, in einer entsprechenden Presseerklärung.

Immobilienbesitzer dürfen von Wertzuwächsen ausgehen

Doch auch abseits der großen urbanen Zentren rechnen die Experten mit Preisanstiegen. So würden auch in mittleren Städten wie Potsdam oder Heilbronn bis 2030 die Preise um mehr als ein Prozent pro Jahr steigen. „Diese Städte profitieren davon, dass die Rekordpreise in den Metropolen in manchen Fällen abschreckend wirken und als Alternative kleinere Zentren in Betracht gezogen werden“, sagt Grunwald.

Immobilienbesitzer dürfen also weiterhin von Wertzuwächsen ausgehen. Für Eigentümer und Kaufinteressierte sind dabei vor allem der Süden und Nordwesten der Republik interessant. In strukturschwachen Gebieten wie dem Ruhrgebiet würden dagegen Wertverluste drohen.